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Stadtmuseum Münster

Stadtmuseum Münster

Nationalsozialismus „Flaggenstreit“

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtsstunde "Nationalsozialismus Flaggenstreit" mit sechs Seiten von zwei Materialien thematisiert die Ermächtigung oder Macht Übergabe der demokratischen Institutionen an Organisationen der NSDAP. Als Beispiel wird das Hissen von Fahnen auf Rathäusern in allen deutschen Städten genutzt.

Zwei Quellen zeigen die unterschiedlichen Weltanschauungen von Hermann Göring und dem Bürgermeister von Münster Karl Zuhorn. Er weigerte sich eine Hakenkreuzfahne auf dem Rathaus von Münster zu dulden.

Das Medium „Nationalsozialismus Flaggenstreit“ des Stadtmuseum Münster ist ein historisches Arbeitsmaterial für die Klassenstufen acht bis zehn zum Thema Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Flaggenstreit in Münster nach der Reichstagswahl vom 5. März 1933. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie die Nationalsozialisten versuchten, ihre politische Macht öffentlich sichtbar zu machen und demokratische Strukturen schrittweise zu beseitigen. Das Material schildert die Auseinandersetzung um das Hissen der Hakenkreuzflagge auf dem Rathaus in Münster und zeigt den Widerstand des Oberbürgermeisters Karl Zuhorn gegen den Druck der Nationalsozialisten. Durch den Vergleich zweier Zeitungsartikel aus unterschiedlichen politischen Perspektiven wird deutlich, wie Medien zur politischen Beeinflussung genutzt wurden. Ergänzt wird das Material durch Sachinformationen zu Hermann Göring, Karl Zuhorn, SA und SS sowie durch historische Hintergrundtexte und Arbeitsfragen.

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In einem ersten Schritt werden Informationstexte zum Flaggenstreit erarbeitet.

Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Geschichtsunterricht sowie für fächerübergreifende Projekte zu Demokratie, Menschenwürde, Verantwortung und Nationalsozialismus in der Sekundarstufe. Methodisch bietet das Arbeitsblatt zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung historischer Urteilsbildung und kritischer Medienkompetenz. Besonders geeignet ist die Gegenüberstellung der beiden Zeitungsartikel aus dem Münsterischen Anzeiger und der Westfälischen Landeszeitung, da die Lernenden unterschiedliche Darstellungen desselben Ereignisses analysieren und vergleichen können. Dadurch lernen sie, politische Sprache, Propaganda und ideologische Perspektiven zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Die Arbeitsaufträge fördern analytisches Denken sowie die Fähigkeit, historische Quellen zu interpretieren und einzuordnen. Besonders gewinnbringend sind Unterrichtsgespräche über die Bedeutung demokratischer Werte, Zivilcourage und den Umgang mit Machtmissbrauch. Die Person Karl Zuhorn bietet einen konkreten Zugang zum Thema Widerstand und Verantwortung in schwierigen politischen Situationen. Ebenso können die Lernenden diskutieren, welche Rolle Medien bei der Verbreitung von Ideologien spielen und wie Sprache zur Manipulation eingesetzt wird. Das Material eignet sich zudem sehr gut für Gruppenarbeiten, Quellenanalysen, Rollenspiele oder Diskussionen zur Frage, wie Demokratie geschützt werden kann. Durch die Verbindung von historischen Quellen, ethischen Fragestellungen und politischer Bildung unterstützt das Medium werteorientiertes Lernen und sensibilisiert für Menschenrechte, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung.

Einführungstext zur Reichstagswahl 1933

Die Lernenden erhalten historische Hintergrundinformationen zur Reichstagswahl vom 5. März 1933 und zur politischen Situation in Münster. Dabei lernen sie die Wahlergebnisse, den Stimmenzuwachs der NSDAP sowie die Bedeutung des sogenannten Flaggenstreits kennen. Im Unterricht wird besprochen, wie die Nationalsozialisten demokratische Prozesse nutzten, um ihre Macht auszubauen.

Zwei historische Zeitungsartikel

Das zentrale Material besteht aus zwei Zeitungsartikeln vom 7. März 1933 aus dem Münsterischen Anzeiger und der Westfälischen Landeszeitung. Die Lernenden vergleichen die Berichterstattung über dieselben Ereignisse und untersuchen Unterschiede in Sprache, Darstellung und politischer Haltung. Dadurch erkennen sie, wie Medien zur politischen Beeinflussung genutzt werden können.

Arbeitsfrage zum Quellenvergleich

Die Lernenden stellen die beschriebenen Ereignisse aus beiden Zeitungen gegenüber und arbeiten Unterschiede heraus. Dabei üben sie historisches Analysieren und lernen, Quellen kritisch auszuwerten. Die Ergebnisse können im Unterrichtsgespräch oder in Gruppenarbeiten präsentiert werden.

Arbeitsfrage zu Weltanschauungen

Die Lernenden analysieren die politischen und ideologischen Einstellungen hinter den Texten. Sie setzen sich mit nationalsozialistischer Propaganda und demokratischen Gegenpositionen auseinander und reflektieren die Wirkung politischer Sprache.

Sachinformationen zu Hermann Göring

Das Material enthält Hintergrundinformationen über Hermann Göring und seine Rolle bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Die Lernenden erfahren, wie politische Macht und Kontrolle über Polizei und Verwaltung zur Durchsetzung nationalsozialistischer Ziele genutzt wurden.

Sachinformationen zu Karl Zuhorn

Die Lernenden lernen den Oberbürgermeister Karl Zuhorn kennen, der sich gegen das Hissen der Hakenkreuzflagge auf dem Rathaus stellte. Im Unterricht wird über Mut, Verantwortung und demokratische Haltung gesprochen. Die Person Zuhorn eignet sich besonders zur Thematisierung von Zivilcourage und Widerstand.

Informationen zu SA und SS

Das Material erklärt die Funktion von SA und SS als paramilitärische Organisationen der NSDAP. Die Lernenden setzen sich mit Einschüchterung, Gewalt und Machtmissbrauch auseinander und erkennen die Rolle dieser Organisationen beim Aufbau der Diktatur.

Historische Fotografien und Zeitungsabbildungen

Die abgebildeten Zeitungsseiten und historischen Darstellungen ermöglichen einen anschaulichen Zugang zur Zeitgeschichte. Die Lernenden betrachten Layout, Überschriften und Bildsprache und analysieren die Wirkung historischer Medien.

Vergleichende Quellenarbeit

Im Unterricht arbeiten die Lernenden mit Originalquellen und entwickeln Fähigkeiten zur historischen Urteilsbildung. Sie lernen, Perspektiven zu erkennen, Informationen kritisch zu hinterfragen und historische Entwicklungen einzuordnen.

Diskussionen und Reflexionsphasen

Das Material regt Gespräche über Demokratie, Menschenrechte, Verantwortung und politische Manipulation an. Die Lernenden reflektieren, wie Demokratien gefährdet werden können und welche Bedeutung Zivilcourage und kritisches Denken heute haben.

Gruppenarbeit und Präsentationen

Die Lernenden können arbeitsteilig unterschiedliche Aspekte wie Propaganda, Medien, politische Sprache oder Widerstand bearbeiten und ihre Ergebnisse vorstellen. Dadurch werden kommunikative Kompetenzen und kooperatives Lernen gefördert.

Rollenspiele und Perspektivwechsel

Im Unterricht können Szenen aus der Ratssitzung oder Diskussionen zwischen politischen Gruppen nachgestellt werden. Die Lernenden setzen sich dadurch intensiver mit historischen Konflikten und moralischen Fragen auseinander.

Politische und ethische Urteilsbildung

Das Material unterstützt die Lernenden dabei, demokratische Werte, Menschenwürde und gesellschaftliche Verantwortung zu reflektieren und Bezüge zur Gegenwart herzustellen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

urheberrechtlich geschützt

7.9.2022

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Unterrichtsstunde

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

mittel

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