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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Fair steht dir

fair handeln für Menschenrechte weltweit

Veröffentlichung:1.1.2022

Das Material zum Familiengottesdienst "Fair steht dir" bietet auf zehn Seiten alle für den Gottesdienst notwendigen Elemente. Lieder, Lesungstexte, gestalterische Elemente, Fürbitten und ein Schlusstext sind enthalten.

Dazu werden mit verteilten Rollen Geschichten von Kleidungsstücken und Produkten verlesen. Hose, Bettwäsche, T-Shirt und Schal erzählen wie und von wem, unter welchen Bedingungen, sie hergestellt wurden. Dabei wird Ausbeutung von Arbeitern weltweit thematisiert.

Die Predigt enthält Matthäus 22 vom Himmelreich und dem König, der einen nicht richtig angezogenen Gast hinauswerfen lies. Das Gleichnis will die Menschen daran erinnern, dass sie sich vorbereiten sollen auf das Reich Gottes. Diese Vorbereitungen gelingt nicht durch materielle Dinge, sondern durch Hilfe für andere. So wird es in dem mit Stimmen verteilten Predigttext besprochen.

Das Medium „#fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ zur Fairen Woche 2022 verbindet Gottesdienstgestaltung mit Globalem Lernen, Menschenrechtsbildung und ethischer Reflexion über Kleidung und Konsum. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach gerechter Produktion, Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, Kinderarbeit, Konsumverhalten und persönlicher Verantwortung. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass Kleidung nicht nur Ausdruck von Identität ist, sondern immer auch eine Geschichte erzählt. Das Material verbindet biblische Impulse mit lebensnahen Beispielen aus der globalen Textilproduktion. Anhand von Kleidungsstücken wie Hose, Bettwäsche, T Shirt oder Schal werden die Lebensrealitäten von Näherinnen, Kindern auf Baumwollplantagen und Konsumierenden sichtbar gemacht. Gleichzeitig eröffnet das Medium einen theologischen Zugang über biblische Texte wie Kolosser 3 und das Gleichnis vom Hochzeitsmahl. Die Materialien zeigen auf, dass christlicher Glaube, Menschenwürde und gerechtes Handeln eng miteinander verbunden sind.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für Religionsunterricht, Jugendgruppen, Konfirmandenarbeit, Schulgottesdienste und Projektunterricht im Bereich Globales Lernen. Die Lernenden reflektieren ihren eigenen Umgang mit Kleidung, Mode und Konsum und setzen sich zugleich mit globalen Produktionsbedingungen auseinander. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung aus theologischer Reflexion und lebensweltlicher Erfahrung. Methodisch arbeitet das Material mit Gesprächsimpulsen, kreativen Aktionen, Rollentexten, Dialogpredigten, Gruppenarbeit und Diskussionen. Die Lernenden bringen eigene Kleidungsstücke mit und erzählen persönliche Geschichten dazu. Dadurch entstehen emotionale Zugänge zu Themen wie Wertschätzung, Identität und Konsum. Besonders eindrücklich ist die Methode „Kleidungsstücke erzählen ihre Geschichte“, bei der unterschiedliche Perspektiven vorgestellt werden, etwa die einer Näherin in Bangladesch oder eines Kindes auf einer Baumwollplantage. Die Lernenden entwickeln dadurch Empathie und Perspektivwechsel. Auch Diskussionen über sozialen Druck, Fast Fashion und Schönheitsideale in sozialen Medien fördern kritisches Denken und ethische Urteilsbildung. Die Dialogpredigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmahl eröffnet zudem Möglichkeiten theologischer Deutung und regt Gespräche über Veränderung, Gerechtigkeit und christliche Verantwortung an. Besonders handlungsorientiert ist die abschließende Ideenbörse oder das World Café, bei dem Möglichkeiten nachhaltigen Handelns vorgestellt werden, etwa Second Hand Angebote, Repair Ideen, Lieferkettengesetz oder faire Labels. Das Medium verbindet religiöses Lernen mit Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für fächerübergreifenden Unterricht.

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