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Katholisch.de | Glaube.Leben.

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Wie kann ich Gott wahrnehmen?

Veröffentlichung:4.2.2020

Im Alten Testament offenbarte sich Gott als brennender Dornenbusch oder als Wolkensäule. Solche Erlebnisse und Begegnungen wünschen sich heutzutage viele Gläubige. Doch für eine "Wahrnehmung" Gottes braucht es nur die Bibel, so Pastor Olding.

Das Medium beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Gott wahrnehmen können und warum viele Menschen sich eine deutlichere Erfahrung Gottes wünschen. Ausgangspunkt ist die Sehnsucht nach sichtbaren und eindeutigen Zeichen Gottes, wie sie aus biblischen Erzählungen bekannt sind, etwa der brennende Dornbusch oder die Wolkensäule im Alten Testament. Das Medium hinterfragt jedoch die Vorstellung, dass Gott sich Menschen einfach aufdrängen müsse. Stattdessen wird betont, dass die Wahrnehmung Gottes eng mit der eigenen Offenheit und der bewussten Auseinandersetzung mit dem Glauben verbunden ist. Besonders hervorgehoben werden dabei die Bedeutung der Bibel und der Stille. Durch die Beschäftigung mit biblischen Texten und durch Zeiten der Ruhe könne sich das Denken des Menschen verändern und ein neues Gespür für Gottes Gegenwart entstehen. Das Medium greift zudem Gedanken aus dem Römerbrief auf und verdeutlicht, dass erneuertes Denken auch die Gefühle und die Wahrnehmung beeinflusst. Am Ende steht die Einsicht, dass Gottes Gegenwart nicht nur von Gottes Handeln abhängt, sondern auch davon, ob Menschen bereit sind, Gott in ihrem Alltag wahrzunehmen.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenfelder Gottesvorstellungen, Spiritualität, Bibel, Glaubensentwicklung und Wahrnehmung. Durch die lebensnahen Fragen nach Gotteserfahrung und Zweifel eröffnet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Lebenswelt der Lernenden. Viele Jugendliche stellen sich die Frage, warum Gott nicht eindeutiger erfahrbar ist oder warum Glauben manchmal fern und abstrakt erscheint. Als Einstieg eignet sich eine Gesprächsfrage wie „Woran würde ich merken, dass Gott da ist?“ oder „Braucht Glaube besondere Erfahrungen?“. Ebenso können biblische Gottesbegegnungen mit heutigen Vorstellungen von Gotteserfahrung verglichen werden. Während der Arbeit mit dem Medium können zentrale Aussagen herausgearbeitet werden, etwa die Bedeutung von Stille, Bibellektüre und bewusstem Nachdenken über den Glauben. Methodisch bieten sich stille Reflexionsphasen, Meditationen oder das Lesen ausgewählter Bibeltexte an. Auch kreative Aufgaben wie das Schreiben eines persönlichen Psalms oder das Gestalten eines Tagebucheintrags über Momente von Hoffnung, Vertrauen oder Zweifel fördern die persönliche Auseinandersetzung. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion darüber, wie Gedanken und Einstellungen Gefühle beeinflussen und wie religiöse Praxis Wahrnehmung verändern kann. Das Medium eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, den Römerbrief und die Idee der Erneuerung des Denkens im Kontext moderner Lebensfragen zu erschließen. Die Lernenden werden angeregt, sich mit der eigenen Offenheit für religiöse Erfahrungen auseinanderzusetzen und zu reflektieren, welche Rolle Ruhe, Aufmerksamkeit und Bibeltexte für den Glauben spielen können. Das Medium unterstützt damit die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Erfahrungen differenziert wahrzunehmen und eigene Fragen nach Gott bewusst zu reflektieren.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

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