Wahre Freundschaft bedeutet mehr als ein Facebook-Klick. Doch wie erkennen wir "wahre Freunde"? Christian Olding gibt uns Hoffnung für lebenslange Freundschaften.
Die Anzahl der Menschen, die wir kennen, entspricht nicht der Anzahl der echten Freunde, die wir haben. Oder um es mit König Salomo zu sagen: "Viele sogenannte Freunde schaden dir nur. Ein wirklicher Freund aber, steht mehr zu dir, als ein Bruder." Gerade deswegen lohnt sich hin und wieder ein klärender Blick auf unsere Freundschaften.
Sollte ich Freundschaft in ihrer ganzen Komplexität in wenigen Worten auf den Punkt bringen, dann würde ich sagen es geht darum, einander zu kennen und gekannt zu werden. Vor einem Freund brauche ich kein soziales Image zu pflegen, sondern darf mich so zeigen wie ich bin: Ein Mängelexemplar mit Macken, Ecken und Kanten. Und gerade dazu sagt mein Freund ja. Dasselbe gilt allerdings auch für ihn. Deswegen geht es in einer Freundschaft im besten Sinne auch darum, einander zu dienen. Sich an den Erfolgen und Errungenschaften des Anderen mit zu freuen, ohne heimlichen Neid zu empfinden. Und an der Seite des Anderen zu stehen, wenn es drauf ankommt, ohne heimliche Schadenfreude, dass es mich eben nicht getroffen hat.