Dieses Video thematisiert ethische Entscheidungsfindung und die Bandbreite der möglichen Verhaltensweisen. Beispiel: Es ist gut keinen Krieg zu haben, aber was zu tun ist, um diesen Zustand zu erreichen ist fraglich. Vielleicht braucht es dazu Waffen. Ethisches Handeln muss selbst erfolgen und kann nicht abgegeben oder automatisiert werden. Neues Abwägen ist täglich nötig.
Ethik ist unvertretbar. Will meinen: Es gibt keinen Algorithmus für das Gute. Wir müssen handeln. Aber wie handeln wir gut? Das kann niemand für uns übernehmen. Wir müssen – nach bestem Wissen und Gewissen – Entscheidungen fällen. Jedes Mal. Und jedes Mal neu. In der Tradition der Dialogphilosophie lässt Gert sich von Herrn Scobel erklären, was er unter der Maxime der „radikalen Mitte“ versteht. Dieses ethische Prinzip, ein Imperativ des guten Handelns, hat Scobel mit dem Philosophen Markus Gabriel entwickelt.
Das Medium thematisiert grundlegende Fragen der Ethik, der Friedensverantwortung und der moralischen Entscheidungsfindung. Ausgangspunkt ist die Frage nach Abrüstung und Frieden sowie die Schwierigkeit, moralische Entscheidungen in komplexen politischen Situationen eindeutig zu beantworten. Im Gespräch werden unterschiedliche Beispiele wie der Kalte Krieg, autoritäre Staaten oder aktuelle Konflikte aufgegriffen, um zu verdeutlichen, dass ethisches Handeln nicht durch einfache Regeln oder starre Prinzipien vollständig bestimmt werden kann. Gleichzeitig betont das Medium, dass es moralische Tatsachen gibt, etwa dass Frieden und die Vermeidung von Krieg grundsätzlich gut sind. Thematisiert werden außerdem die Bedeutung von Freiheit, Verantwortung, Gewissen, Erkenntnis und Wahrheit für ethische Entscheidungen. Das Medium endet mit dem Hinweis auf die sogenannte Philosophie der radikalen Mitte als Methode verantwortlicher ethischer Urteilsbildung.