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Sich auf den Weg machen

Unterrichtselemente zur Exodus-Tradition

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Unterrichtsmaterial „Sich auf den Weg machen“ mit 56 Seiten verbindet die Exodus Tradition mit den Lebensfragen von Jugendlichen und Konfirmandengruppen. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Veränderung, Aufbruch, Freiheit, Orientierung und Verantwortung. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass menschliches Leben von Veränderungen geprägt ist und dass junge Menschen sich in der Zeit des Erwachsenwerdens immer wieder neu orientieren müssen. Das Material schlägt eine Brücke zwischen den biblischen Geschichten von Abraham, dem Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung Israels sowie den Erfahrungen heutiger Jugendlicher. Die Exodusgeschichte wird dabei nicht nur als historische Erzählung verstanden, sondern als Symbol für Lebenswege, Herausforderungen und Befreiungserfahrungen. Im zweiten Teil stehen die Zehn Gebote im Mittelpunkt. Sie werden als Wegweiser für gelingendes Leben und gutes Zusammenleben erschlossen. Das Medium verbindet biblisches Lernen mit erfahrungsbezogenen, kreativen und gemeinschaftsorientierten Methoden.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für Konfirmandenarbeit, Religionsunterricht der Sekundarstufe I sowie für Projekte zu den Themen Lebensweg, Freiheit, Verantwortung und Gebote. Besonders hervorzuheben ist die starke Lebensweltorientierung. Die Lernenden setzen sich zunächst mit eigenen Erfahrungen von Veränderung auseinander und entdecken anschließend Parallelen zur Exodusgeschichte. Methodisch arbeitet das Material sehr abwechslungsreich und handlungsorientiert. Die Lernenden bearbeiten Arbeitsblätter zu Veränderungen im eigenen Leben, reflektieren unterschiedliche Persönlichkeitstypen im Umgang mit Veränderungen und diskutieren Fragen von Aufbruch und Sicherheit. Durch Rollenspiele, Interviews, kreative Darstellungen, Schattenspiele, Gruppenarbeiten und erlebnispädagogische Übungen werden emotionale, soziale und kognitive Lernprozesse miteinander verbunden. Besonders eindrücklich ist die sogenannte Spinnennetz Übung, in der die Lernenden gemeinsam einen schwierigen Weg bewältigen müssen und Erfahrungen von Frustration, Zusammenarbeit und Befreiung machen. Ebenso fördern kreative Aufgaben wie das Gestalten des eigenen Lebensweges oder das Entwickeln von Regeln für den fiktiven Planeten Visio die Reflexion über Zukunft, Gemeinschaft und Verantwortung. Die Zehn Gebote werden nicht als bloße Verbote vermittelt, sondern als Hilfen für ein gutes Zusammenleben verstanden. Durch Diskussionen, Rangfolgen, Symbolgestaltung und Schattenspiele setzen sich die Lernenden intensiv mit Bedeutung und Aktualität der Gebote auseinander. Besonders wertvoll ist die Verbindung von biblischer Tradition, persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Material stärkt Selbstreflexion, Gemeinschaftserfahrung, ethische Urteilsfähigkeit und religiöse Sprachfähigkeit.

Baustein 1 Sich entwickeln – sich verändern

Die Lernenden reflektieren Veränderungen in verschiedenen Lebensphasen. Mithilfe von Arbeitsblättern für Jungen und Mädchen beschreiben sie, was sich im Leben verändert hat und welche neuen Herausforderungen entstehen. Anschließend tauschen sie sich über Erfahrungen von Abschied, Entwicklung und Neuorientierung aus. Ziel ist die bewusste Wahrnehmung eigener Lebensveränderungen.

Baustein 2 Welcher Typ bist du?

Die Lernenden bearbeiten einen Test zu ihrem Umgang mit Veränderungen. Sie ordnen Reaktionen verschiedenen Persönlichkeitstypen zu und sprechen darüber, was ihnen Veränderungen erleichtert oder erschwert. Dadurch lernen sie unterschiedliche Verhaltensweisen kennen und reflektieren ihre eigene Haltung.

Baustein 3 Geh aus deines Vaters Haus

Die Geschichte von Abraham wird in moderner Sprache erzählt. In Partnerinterviews überlegen die Lernenden, wie sie selbst in einer solchen Situation handeln würden. Anschließend positionieren sie sich auf einer gedachten Linie zwischen „aufbrechen“ und „bleiben“. Dabei wird deutlich, wie schwierig Entscheidungen und Veränderungen sein können.

Baustein 4 Unterdrückt sein

Die Lernenden beschäftigen sich mit Unterdrückung und unfairen Regeln. Anhand vorgegebener Arbeitsbedingungen gestalten sie Bilder oder Szenen, die Unterdrückung sichtbar machen. Im gemeinsamen Gespräch reflektieren sie Gefühle von Ohnmacht und Ungerechtigkeit.

Baustein 5 Wer macht Druck?

In Rollenspielen bearbeiten die Lernenden Alltagssituationen, in denen Gruppendruck entsteht. Sie entwickeln unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten und diskutieren anschließend, welche Lösungen hilfreich sein können. Das Material stärkt Selbstbehauptung und soziale Kompetenz.

Baustein 6 Freiheit – wie denn?

Die Lernenden füllen einen Lückentext zum Thema Freiheit aus und formulieren eigene Vorstellungen von Befreiung und Selbstbestimmung. Die entstandenen Texte werden vorgelesen und miteinander verglichen. Dadurch werden persönliche Freiheitsbilder sichtbar.

Baustein 7 Sklaven in Ägypten

Die Situation der Hebräer in Ägypten wird erzählt. Die Lernenden formulieren in Sprechblasen Hoffnungen und Wünsche der versklavten Menschen. Diese werden an einem Wandfries befestigt. Das Material verdeutlicht den Gegensatz zwischen Unterdrückung und Sehnsucht nach Freiheit.

Baustein 8 When Israel was in Egypts land

Mithilfe eines Spirituals und biblischer Texte setzen sich die Lernenden mit der Exodusgeschichte auseinander. In Gruppenarbeiten erschließen sie einzelne Stationen des Auszugs aus Ägypten und präsentieren ihre Ergebnisse. Dadurch wird deutlich, dass Befreiung oft in kleinen Schritten geschieht.

Baustein 9 Erlebnispädagogische Übung Spinnennetz

Die Lernenden müssen gemeinsam ein gespanntes Netz überwinden, ohne die Seile zu berühren. Die Übung symbolisiert den Weg in die Freiheit und fordert Kooperation, Geduld und gegenseitige Unterstützung. Im Anschluss reflektieren die Lernenden Erfahrungen von Frustration und Erfolg.

Baustein 10 Hindernisse auf dem Weg

Die Lernenden bearbeiten biblische Episoden der Wüstenwanderung und stellen Hindernisse kreativ dar. Mithilfe von Tüchern, Standbildern oder kleinen Spielszenen zeigen sie Schwierigkeiten und Konflikte auf dem Weg Israels. Die Aufgabe verdeutlicht, dass Freiheit und Veränderung oft mit Herausforderungen verbunden sind.

Baustein 11 Vor mir: mein Lebensweg

Die Lernenden gestalten Bilder ihres zukünftigen Lebensweges. Sie markieren Hoffnungen, Ziele, Schwierigkeiten und Wünsche. In einem anschließenden Kerzenritual formulieren sie Bitten und Wünsche für ihren Lebensweg. Das Material verbindet kreative Arbeit mit spiritueller Reflexion.

Baustein 12 Alltägliche Regeln und Vorschriften

Die Lernenden sammeln Regeln und Verbote aus ihrem Alltag und überlegen, welche Absicht dahintersteht. Anschließend bewerten sie, welche Regeln sinnvoll erscheinen und welche weniger akzeptiert werden. Dadurch reflektieren sie die Bedeutung von Regeln für das Zusammenleben.

Baustein 13 Auf dem Planeten Visio

Die Lernenden entwickeln Regeln und Hinweise für das Zusammenleben auf einem neuen Planeten. Ziel ist es, Probleme wie Gewalt, Ungerechtigkeit oder Egoismus zu vermeiden. Die Gruppen formulieren kreative Vorschläge für ein gutes und gerechtes Zusammenleben.

Baustein 14 Gebote, damit Leben gelingt

Die Lernenden erfahren die Zehn Gebote als Wegweiser für gelingendes Leben. Die Gebote werden in Zusammenhang mit der Befreiung Israels aus Ägypten erklärt und nicht nur als Verbote verstanden. Dadurch wird ihre positive Bedeutung für Gemeinschaft und Freiheit deutlich.

Baustein 15 Zehn aus fünfundzwanzig

Die Lernenden überprüfen, welche Aussagen tatsächlich zu den Zehn Geboten gehören. Dadurch setzen sie sich spielerisch mit Inhalt und Form der Gebote auseinander.

Baustein 16 Das elfte Gebot

Die Lernenden ordnen die Gebote nach ihrer persönlichen Wichtigkeit und entwickeln zusätzlich ein eigenes „elftes Gebot“ für die heutige Zeit. Dadurch wird die Aktualität ethischer Fragen sichtbar.

Baustein 17 Gebote und Verbote ohne Worte

Die Lernenden gestalten Symbole und Zeichen zu einzelnen Geboten. Die Gebote werden bildlich dargestellt und anschließend von der Gruppe erraten. Die Methode fördert kreative Zugänge und symbolisches Lernen.

Baustein 18 Schattenspiele

Die Lernenden entwickeln Rollenspiele zu wichtigen Geboten und führen diese als Schattenspiel auf. Dabei zeigen sie Situationen, in denen Gebote verletzt oder eingehalten werden. Die Methode ermöglicht eine kreative und emotionale Auseinandersetzung mit ethischen Fragen.

Baustein 19 Auf den Punkt gebracht

Die Lernenden arbeiten mit dem Doppelgebot der Liebe und überlegen, was es bedeutet, Gott, den Nächsten und sich selbst zu lieben. Gedanken und Ideen werden auf Plakaten gesammelt und mit den Zehn Geboten verbunden. Dadurch wird die Botschaft Jesu als Zusammenfassung der Gebote erschlossen.

Material:


BausteinBaustein 1 Sich entwickeln – sich verändern

Baustein 2 Welcher Typ bist du?

Baustein 3 „Geh aus deines Vaters Haus …“

Baustein 4 Unterdrückt sein

Baustein 5 Wer macht Druck?

Baustein 6 Freiheit – wie denn?

Baustein 7 Sklaven in Ägypten

Baustein 8 When Israel was in Egypt’sland …

Baustein 9 Erlebnispädagogische Übung „Spinnennetz“

Baustein 10 Hindernisse auf dem Weg

Baustein 11 Vor mir: mein Lebensweg

Baustein 12 „Du darfst nicht rauchen!“ Alltägliche Regeln und Vorschriften

Baustein 13 Auf dem Planeten Visio

Baustein 14 Gebote, damit Leben gelingt

Baustein 15 10 aus 25 – welches gehört zu den 10 Geboten

Baustein 16 Das 11. Gebot

Baustein 17 Gebote- und Verbote ohne Worte

Baustein 18 Schattenspiele

Baustein 19 Auf den Punkt gebracht


M1 Sich entwickeln - Sich verändern - Sich entwickeln - Sich verändern

M2 Was bist du für ein Typ

M3 Anordnungen

M4 Gruppenarbeit

M5 Schreib auf, was Deiner Meinung nach in die Lücke gehört!

M6 Gedankenblase

M7 Fries

M8 Überblick

M9 2. Mose 13 und 14 in ausgewählten Versen

M10 2. Mose 15,22–25

M11 2. Mose 16,2–3 und 11–15

M12 2. Mose 17, 1–6

M13 10 aus 25 – welches gehört zu den 10 Geboten

M14 Symbole

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.3 Gott will die Befreiung. Exodus: Geschenk und Auftrag.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.1 Entscheidungen treffen: Gut und Böse.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Was ist das Gute? – Dekalog, Goldene Regel, Nachfolge Jesu

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