In einem ersten Schritt werden Aussagen im Text zu AIDS kritisch bewertet. Im zweiten Schritt wird reflektiert inwiefern der Verfasser sich verantwortungsbewusst verhält. Der tut es in diesem Fall nicht. Diskutiert wird ob dies aus Absicht oder Unkenntnis geschieht. In zwei weiteren Schritten werden pro- und kontra argumente für das Verhalten der Personen im Text gesammelt.
Das Medium eignet sich besonders für den Religions-, Ethik- oder Sozialkundeunterricht der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenbereiche „Verantwortung“, „Sexualität“, „Menschenwürde“, „Vorurteile“ oder „Solidarität“. Die unterschiedlichen Statements ermöglichen einen multiperspektivischen Zugang und fördern die Fähigkeit der Lernenden, Aussagen kritisch zu analysieren und ethisch zu bewerten. Methodisch eignet sich das Material besonders für Gruppenarbeiten, Rollenspiele oder Diskussionen, bei denen die Lernenden einzelne Positionen vertreten und anschließend reflektieren. Die Leitfragen des Arbeitsauftrags helfen dabei, zwischen Wissen, Vorurteilen und verantwortlichem Handeln zu unterscheiden. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen sowie mit Fragen persönlicher Verantwortung in Beziehungen und Sexualität. Darüber hinaus kann das Material genutzt werden, um sachliche Informationen über HIV und Aids zu vermitteln und Fehlinformationen abzubauen. Eine sensible Unterrichtsgestaltung ist dabei besonders wichtig, um eine respektvolle Gesprächsatmosphäre zu gewährleisten und persönliche Grenzen der Lernenden zu achten. Das Material fördert Empathie, Urteilsfähigkeit sowie einen verantwortungsvollen und diskriminierungsfreien Umgang mit anderen Menschen.