Das Medium eignet sich besonders für den Religions- und Ethikunterricht der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenbereiche „Gewalt“, „Menschenrechte“, „Schuld und Strafe“, „Menschenwürde“ oder „Rechtsstaat“. Der Fragebogen ermöglicht einen aktivierenden und schülernahen Einstieg in die Diskussion über die Todesstrafe und fördert die argumentative Urteilsbildung. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine individuelle Bearbeitung der Aussagen, damit Lernende ihre eigenen Positionen entwickeln und reflektieren können. Anschließend können die Ergebnisse in Gruppen verglichen und diskutiert werden, wodurch unterschiedliche moralische Bewertungen sichtbar werden. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit aktuellen Beispielen aus verschiedenen Ländern oder mit religiösen Positionen zur Unantastbarkeit menschlichen Lebens. Ebenso kann die Frage behandelt werden, welche Rolle Vergeltung, Gerechtigkeit und Resozialisierung in modernen Rechtsstaaten spielen. Der Fragebogen eignet sich zudem für Debattenformate, Pro-Contra-Diskussionen, Fishbowl-Gespräche oder strukturierte Stellungnahmen. Durch die offene und kontroverse Gestaltung lernen die Lernenden, unterschiedliche Sichtweisen auszuhalten, eigene Argumente zu formulieren und ethische Entscheidungen kritisch zu hinterfragen. Auch die Verbindung zu biblischen Impulsen, zur christlichen Friedensethik oder zur katholischen Soziallehre bietet sich im Unterricht an.
In einem ersten Schritt wird der Fragebogen in Einzelarbeit ausgefüllt. Im zweiten Schritt wird in Gruppenarbeit das Ergebnis verglichen. Unterschiede werden festgestellt und thematisiert.