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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Von Menschenfurcht und Gottvertrauen

Zur Erzählung vom Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens

Veröffentlichung:1.3.2022

Diese Anregung mit neuen Seiten enthält Texte mit Quellenkommentar zum Buch Exodus. Die Figuren des Exodus werden in ihren grundlegenden Problemlagen erfasst. Diese Probleme wie Angst, Unterdrückung und Ausbeutung werden als zentrale menschliche Erfahrungen gezeigt. Gott hilft die diesen Erfahrungen umzugehen und einen Weg im Leben zu finden. Der Fokus des Textes liegt dabei auf der Verbindung des Alten Testamentes mit der heutigen Lebenswelt. Dabei wird detailliert auf die Knechtschaft der Israeliten, die Berufung Mose und die Offenbarung der zehn Gebote eingegangen.

Das Materialblatt „Von Menschenfurcht und Gottvertrauen“ beschäftigt sich mit der biblischen Erzählung des Exodus und der Befreiung Israels aus der Knechtschaft Ägyptens. Im Mittelpunkt stehen die Berufung des Mose am brennenden Dornbusch sowie die Frage nach Freiheit, Angst, Vertrauen und Gotteserfahrung. Der Text verbindet biblische Exegese mit tiefenpsychologischen Deutungen nach Eugen Drewermann und eröffnet dadurch einen existenziellen Zugang zur Exodusgeschichte. Die Erzählung deutet Ägypten als Symbol menschlicher Abhängigkeit und Angst, während die Gottesbegegnung des Mose als Weg in Freiheit und Selbstwerdung verstanden wird. Das Medium zeigt eindrucksvoll, wie biblische Texte nicht nur historische Informationen vermitteln, sondern Menschen auch heute in ihren eigenen Erfahrungen von Angst, Orientierungssuche und Vertrauen ansprechen können.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe, da es zentrale Themen biblischer Anthropologie und theologischer Existenzdeutung aufgreift. Didaktisch bietet der Text zahlreiche Möglichkeiten zur Verbindung von Bibelarbeit, biografischem Lernen und ethischer Reflexion. Lernende können die Exodusgeschichte zunächst in ihrem biblischen Zusammenhang kennenlernen und anschließend die symbolische Bedeutung von Knechtschaft, Angst und Befreiung erschließen. Besonders sinnvoll ist eine arbeitsteilige Erarbeitung einzelner Textabschnitte mit anschließender Präsentation und Diskussion im Plenum. Durch kreative Methoden wie Standbilder, Schreibgespräche oder Symbolarbeit können Lernende eigene Erfahrungen von Abhängigkeit, Leistungsdruck oder Unsicherheit mit den biblischen Bildern in Beziehung setzen. Ebenso bietet sich eine gemeinsame Analyse der Gottesbegegnung am brennenden Dornbusch an, um das Gottesbild des Exodus zu erschließen. Der Text ermöglicht außerdem eine intensive Auseinandersetzung mit den Fragen, wie Religion Menschen stärken kann und welche Bedeutung Vertrauen und Freiheit für das eigene Leben besitzen. Methodisch eignet sich das Material auch für vertiefende Gesprächsphasen, philosophische Gespräche oder die Arbeit mit Zitaten. Lehrkräfte sollten den anspruchsvollen sprachlichen Stil sensibel begleiten und einzelne Passagen gemeinsam erschließen, damit die Lernenden die tiefenpsychologischen und theologischen Aussagen nachvollziehen können. Besonders gewinnbringend ist der Einsatz des Mediums in Unterrichtseinheiten zu Mose, Exodus, Gottesbildern, Freiheit, Angst oder religiöser Identität.

Material:

1 Einleitung

2 Die Knechtschaft der Israeliten und die Berufung des Moses

2.1 Der biblische Text: Die geschichtsmythologische Erzählung des Exodus (Ex 1,1-14; Ex 2,23-3,22)

2.2 Die Offenbarung

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.1 Glaubensdokumente in wissenschaftlicher und persönlicher Aneignung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

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