In einem ersten Schritt werden Thesen und Argumente von Adler aus dem Textmaterial erfasst. Kinder versuchen sich von der Bevormundung der Erwachsenen zu emanzipieren. Dadurch entsteht ein Wille zur Macht und Selbstbestimmung. Durch diesem natürlichen Vorgang der Entstehung eines erwachsenen Selbst kann die Verformung des kindlichen Charakters entstehen. Wenn sich der Wunsch nach Macht in übertriebener Weise zum absoluten Egoismus auswächst. Wenn dieser Prozess von Erwachsenen gesteuert wird, können daraus Minderwertigkeitsgefühle erwachsen. Das Schwanken zwischen Macht und Ohnmacht sollte in einem Gleichgewicht enden. Dann ist ein stabiler Charakter gewährleistet. Gelingt dies nicht, kann das Kind zur Überkompensation neigen.
Das Streben nach Macht äußert sich in krankhaftem Egoismus und Machtgier ein Gefühl der Bedrohung durch andere Menschen kann entstehen. Der eigene übersteigerte Wunsch nach Sicherheit und Freiheit kann die Sicherheit und Freiheit der anderen Menschen einschränken. In einem weiteren Schritt werden diese Thesen mit der eigenen Lebenswelt verknüpft und es werden exemplarische Beispiele gesammelt. In einem letzten vierten Schritt bitte die Möglichkeit des Umgangs mit Minderwertigkeit und die Überkompensation durch Hochmut und Selbstüberschätzung thematisiert.