Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, den Ethikunterricht sowie für fächerübergreifende Themen im Bereich Persönlichkeitsbildung und Sozialkompetenz. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit Unsicherheit, Anerkennung und Leistungsdruck zu reflektieren und diese mit Adlers psychologischen Überlegungen in Beziehung zu setzen. Methodisch bietet sich zunächst eine strukturierte Texterschließung an, bei der zentrale Begriffe wie Minderwertigkeitsgefühl, Machtstreben, Gemeinschaftsgefühl, Kompensation und Überkompensation gemeinsam geklärt werden. Anschließend können die Lernenden Textstellen markieren und die wichtigsten Aussagen in Gruppen zusammenfassen. Besonders geeignet ist das Material für Unterrichtsgespräche über Selbstwert, soziale Anerkennung und den Umgang mit persönlichen Schwächen. Ebenso lassen sich aktuelle gesellschaftliche Themen wie Konkurrenzdruck, soziale Medien, Leistungsdenken oder Ausgrenzung aufgreifen. Die im Material enthaltenen Reflexionsaufgaben ermöglichen einen lebensweltbezogenen Zugang und fördern die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Empathie. Kreative Methoden wie Rollenspiele, Fallbeispiele, Standbilder oder Schreibgespräche können helfen, Adlers Gedanken anschaulich und emotional nachvollziehbar zu machen. Darüber hinaus eignet sich das Medium zur Förderung sozialer Kompetenzen und zur Sensibilisierung für einen respektvollen Umgang miteinander im schulischen Alltag.
In einem ersten Schritt werden Thesen und Argumente von Adler aus dem Textmaterial erfasst. Kinder versuchen sich von der Bevormundung der Erwachsenen zu emanzipieren. Dadurch entsteht ein Wille zur Macht und Selbstbestimmung. Durch diesem natürlichen Vorgang der Entstehung eines erwachsenen Selbst kann die Verformung des kindlichen Charakters entstehen. Wenn sich der Wunsch nach Macht in übertriebener Weise zum absoluten Egoismus auswächst. Wenn dieser Prozess von Erwachsenen gesteuert wird, können daraus Minderwertigkeitsgefühle erwachsen. Das Schwanken zwischen Macht und Ohnmacht sollte in einem Gleichgewicht enden. Dann ist ein stabiler Charakter gewährleistet. Gelingt dies nicht, kann das Kind zur Überkompensation neigen.
Das Streben nach Macht äußert sich in krankhaftem Egoismus und Machtgier ein Gefühl der Bedrohung durch andere Menschen kann entstehen. Der eigene übersteigerte Wunsch nach Sicherheit und Freiheit kann die Sicherheit und Freiheit der anderen Menschen einschränken. In einem weiteren Schritt werden diese Thesen mit der eigenen Lebenswelt verknüpft und es werden exemplarische Beispiele gesammelt. In einem letzten vierten Schritt bitte die Möglichkeit des Umgangs mit Minderwertigkeit und die Überkompensation durch Hochmut und Selbstüberschätzung thematisiert.