Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht und den Ethikunterricht der Sekundarstufe, da zentrale Fragen nach Menschenwürde, Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung aufgegriffen werden. Die Lernenden können anhand des Textes grundlegende philosophische und religiöse Vorstellungen vom Menschen kennenlernen und diskutieren. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Texterschließung an, bei der zentrale Aussagen Picos markiert und in eigenen Worten zusammengefasst werden. Anschließend können einzelne Textabschnitte arbeitsteilig in Gruppen bearbeitet und präsentiert werden. Besonders geeignet ist das Material für Unterrichtsgespräche über die Frage, ob der Mensch tatsächlich „sein kann, was er will“, und welche Chancen und Grenzen menschlicher Freiheit bestehen. Ebenso lassen sich Bezüge zu christlichen Vorstellungen von Schöpfung und Menschenwürde herstellen. Die Aufgaben des Mediums ermöglichen darüber hinaus einen transferorientierten Unterricht, indem aktuelle Fragen zu Menschenrechten, Würdeverletzungen und gesellschaftlicher Verantwortung aufgegriffen werden. Denkbar sind auch kreative Methoden wie Standbilder, philosophische Gespräche, Schreibimpulse oder Debatten zu aktuellen ethischen Fragestellungen. Durch die Verbindung von philosophischem Denken, theologischen Fragen und gesellschaftlicher Verantwortung eignet sich das Material besonders zur Förderung reflektierter Urteilsfähigkeit und ethischer Sprachkompetenz.
In einem ersten Schritt wird in Stichworten der Begriff Menschenwürde aus dem Text entwickelt. Mirandola geht davon aus, dass der Mensch selbst bestimmt und frei ist. Dazu wird Stellung genommen. In einem vierten Schritt werden in Webrecherche das Lebenswerk von Philosophen, welche den Begriff Menschenwürde geprägt haben, recherchiert. Dieser Punkt fallen kann der Einfachheit halber entfallen. Der Zusammenhang der Begriffe Menschenrecht und Menschenwürde wird im Plenum thematisiert. Zudem werden Assoziationen zum Entstehen der Menschenrechte und bekannte Menschenrechte gesammelt. Dies kann in Form einer Mindmap erfolgen.
In einem abschließenden fünften Schritt wird die Unveräußerlichkeit der Menschenrechte untersucht. Der generelle Schutz dieser Rechte, aktuelle Verletzungen der Menschenrechte und realistische aktuelle Maßnahmen zu ihrem Schutz werden beispielhaft gesammelt und vorgestellt. Dies kann in Partner oder Gruppenarbeit mit gängigen Präsentationsmitteln erfolgen.