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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Jenseitsvorstellungen im Islam

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Jenseitsvorstellungen im Islam" mit zwei Seiten untersucht Parallelen zwischen den Korantexten und der jüdisch-christlichen Bilderwelt.

Das Materialblatt „Jenseitsvorstellungen im Islam“ beschäftigt sich mit islamischen Vorstellungen von Auferstehung, Paradies und Hölle sowie mit der Frage, wie die Aussagen des Korans über das Jenseits verstanden werden können. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Auferstehung und das Weiterleben bei Allah von Beginn an zentrale Bestandteile des islamischen Glaubens sind. Der Text stellt insbesondere die Position des islamischen Geistlichen Hadayatullah Hübsch vor, der die bildhaften Beschreibungen von Paradies und Hölle im Koran metaphorisch deutet. Die Darstellungen von Strömen, Früchten oder Strafen werden dabei nicht als wörtliche Beschreibungen verstanden, sondern als Gleichnisse für geistige und seelische Wirklichkeiten. Zugleich wird die Barmherzigkeit Allahs betont, die einer rein rachsüchtigen Vorstellung von Bestrafung widerspricht. Das Medium eröffnet damit einen differenzierten Zugang zu islamischer Eschatologie und zu Fragen nach Gottesbild, Gerechtigkeit und Hoffnung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II im Themenbereich Islam, Weltreligionen, Tod und Jenseitsvorstellungen. Didaktisch bietet der Text eine gute Möglichkeit, stereotype Vorstellungen über den Islam aufzubrechen und Lernenden ein vertieftes Verständnis islamischer Glaubensvorstellungen zu ermöglichen. Besonders gewinnbringend ist der interreligiöse Vergleich mit jüdischen und christlichen Vorstellungen von Himmel, Hölle und Auferstehung. Lernende können Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten und reflektieren, welche Bedeutung bildhafte Sprache in religiösen Texten besitzt. Methodisch eignet sich eine gemeinsame Textanalyse mit Markierung zentraler Aussagen über Paradies, Hölle und Gottesbild. Ebenso können Koranstellen mit biblischen Texten verglichen werden, um symbolische und metaphorische Ausdrucksformen religiöser Sprache zu erkennen. Gesprächsphasen über eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit, Hoffnung und Leben nach dem Tod fördern die persönliche Reflexion der Lernenden. Kreative Methoden wie Symbolzeichnungen, Bildinterpretationen oder das Formulieren eigener Gleichnisse zum Thema Hoffnung und Jenseits eröffnen zusätzliche Zugänge. Das Medium unterstützt interreligiöses Lernen, Toleranzfähigkeit und die Sensibilisierung für unterschiedliche religiöse Deutungen existenzieller Fragen. Gleichzeitig fördert es die Fähigkeit, religiöse Texte differenziert und nicht ausschließlich wörtlich zu verstehen.

Dazu werden Suren aus dem Koran untersucht. Diese Texte sind jedoch nicht im Text enthalten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Der eine Gott – die vielen Religionen: Gottesvorstellungen in den Weltreligionen

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