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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Gibt es Gott?

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Gibt es Gott" mit drei Seiten enthält ein Interview mit einem Philosophen und einem evangelischen Vertreter zur Existenz Gottes. Der Philosoph bietet dabei keine Antwort auf die Frage nach dem Leid und der Hoffnung und vertritt eine existenzialistische Position. Sollte ihm etwas Gutes oder Schlechtes widerfahren, verweist er auch Schicksal und Glück. Der evangelische Bischof setzt an diese Lehrstellen die Hoffnung auf Gott.

Das Materialblatt „Gibt es Gott?“ setzt sich mit der zentralen religiösen und philosophischen Frage nach der Existenz Gottes auseinander. Grundlage des Mediums ist ein Gespräch zwischen dem Philosophen Herbert Schnädelbach und dem evangelischen Bischof Hirschler. Dabei treffen unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: Während Hirschler betont, dass Menschen auf Sinnfragen Antworten suchen und dabei auf „so etwas wie Gott“ verweisen, vertritt Schnädelbach die Position, dass Sinnfragen nicht zwingend religiös beantwortet werden müssen. Der Dialog greift Erfahrungen von Schuld, Schicksal, Dankbarkeit und Verantwortung auf und zeigt, wie unterschiedlich Menschen diese deuten können. Das Material eröffnet dadurch einen lebensnahen Zugang zu den Themen Glauben, Zweifel, Sinnsuche und Atheismus.

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In einem ersten Schritt werden die Argumente der philosophischen Seite aufgeführt. Ein weiterer Schritt sammelt die Argumente des evangelischen Vertreters. In einem dritten Schritt werden die Argumente beider Interviews auf ihre Schlüssigkeit überprüft.

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe II im Themenbereich Gottesfrage, Religionskritik und philosophische Anthropologie. Durch die dialogische Form des Textes werden Lernende dazu angeregt, unterschiedliche Positionen kennenzulernen und eigene Sichtweisen zu entwickeln. Methodisch bietet sich zunächst eine szenische Lesung oder ein Rollengespräch an, um die Argumentationsweisen der Gesprächspartner lebendig erfahrbar zu machen. Anschließend können die Argumente systematisch gesammelt, geordnet und auf ihre Überzeugungskraft hin untersucht werden. Besonders sinnvoll ist eine arbeitsteilige Analyse der Aussagen zu Sinn, Verantwortung und Gottesvorstellungen. Darüber hinaus eignet sich das Material für Debatten zur Frage, ob Menschen eine religiöse Antwort auf die Sinnfrage benötigen oder ob Sinn individuell gefunden werden muss. Die Aufgaben fördern die Argumentationsfähigkeit, die Urteilsbildung sowie die Fähigkeit zur persönlichen Reflexion. Ebenso kann das Medium mit philosophischen Positionen des Atheismus, mit Gottesbeweisen oder mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen nach Sinn und Orientierung verbunden werden. Durch die offene Fragestellung unterstützt das Material einen dialogischen und lebensweltorientierten Religionsunterricht, in dem Lernende lernen, respektvoll mit unterschiedlichen Weltanschauungen umzugehen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Q2.4 Theodizeefrage – ist der Glaube an einen allmächtigen und gütigen Gott (noch) möglich?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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