Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe im Themenfeld Religion und Lebensgestaltung, Fundamentalismus, Schöpfungsglaube sowie Religion und Wissenschaft. Durch die dokumentarische Darstellung erhalten Lernende einen lebensnahen Zugang zu einer religiösen Gemeinschaft, die vielen zunächst fremd erscheint. Der Film ermöglicht Perspektivenwechsel und fördert die Fähigkeit, religiöse Überzeugungen differenziert wahrzunehmen, ohne vorschnell zu urteilen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Sammlung spontaner Eindrücke und Gefühle nach dem Sehen des Mediums. Anschließend können zentrale Themen wie Bibelverständnis, Erziehung, Freiheit, Gemeinschaft, Rollenbilder oder das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft in Gruppenarbeit bearbeitet werden. Besonders gewinnbringend ist ein Vergleich zwischen kreationistischem Denken und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zur Evolution. Dabei sollte die Lehrkraft auf eine respektvolle Gesprächskultur achten, damit unterschiedliche religiöse Positionen sachlich diskutiert werden können. Ebenso bietet sich eine Reflexion über Chancen und Grenzen religiöser Gemeinschaften an. Lernende können analysieren, welche positiven Erfahrungen die Familie beschreibt und welche kritischen Fragen sich gleichzeitig ergeben. Das Medium eignet sich zudem hervorragend zur Förderung von Medienkompetenz, da auch die Perspektive der Reporterin sowie filmische Darstellungsweisen kritisch untersucht werden können. Ergänzend können Bibeltexte zur Schöpfung, kirchliche Stellungnahmen zur Evolution oder aktuelle gesellschaftliche Debatten über Fundamentalismus herangezogen werden. Dadurch wird die Fähigkeit gefördert, religiöse Weltdeutungen einzuordnen und zwischen persönlichem Glauben, religiöser Praxis und fundamentalistischen Tendenzen zu unterscheiden.