Die Anregung "Der Großinquisitor" mit 15 Seiten untersucht die Freiheit und den freien Willen vor dem Hintergrund der Herrschaft über Menschen. Der Inquisitor spricht mit einem, den er für den Herrn hält und kritisiert das Geschenk des freien Willens durch Gott. Der Mensch hat Angst vor der Freiheit und einige Menschen denken, sie müssen die Freiheit der anderen wegnehmen, um Schaden abzuwenden.
Das Medium präsentiert Fjodor Dostojewskijs berühmte Erzählung „Der Großinquisitor“ aus dem Roman „Die Brüder Karamasow“. Im Mittelpunkt steht die fiktive Begegnung zwischen Jesus Christus und dem Großinquisitor während der Zeit der spanischen Inquisition. Nachdem Christus unerkannt unter den Menschen erscheint, Wunder wirkt und Hoffnung schenkt, wird er vom Großinquisitor verhaftet. In einem langen Monolog wirft der Großinquisitor Jesus vor, den Menschen mit der Freiheit überfordert zu haben. Dabei entfaltet der Text grundlegende Fragen nach Freiheit, Macht, Verantwortung, Glauben, Wahrheit und menschlicher Schwäche. Besonders eindrücklich ist die Gegenüberstellung zwischen einer Freiheit aus Liebe und einer Ordnung, die Sicherheit und Gehorsam verspricht. Die Erzählung verbindet philosophische, politische und theologische Fragestellungen und eröffnet einen tiefen Einblick in das Menschenbild Dostojewskijs.