Der erste Schritt wertet das Beispiel zur Vorteilsentwicklung aus. Anschließend werden Beispiele aus der eigenen Lebenswelt zur Vorteilsmaximierung auf Kosten anderer gesammelt. Motive dazu werden reflektiert. Im nächsten Schritt entsteht ein Steckbrief zu n Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau in Webrecherche. Daraus wird auch die Bedeutung des Gesellschaftsvertrages abgeleitet. Er ermöglicht Verteilungsgerechtigkeit durch einen allmächtigen Staat. Dieser ist Herr über alle seine Bürger und sorgt für den Ausgleich zwischen ihren Versuchen der Vorteilsmaximierung. So geben die Bürger die moralische Entscheidung an den Staat ab. Dieser sogt über sein Gewaltmonopol für die Einhaltung der von ihm entwickelten Ausgleiche. Dabei liegt ein negatives Menschenbild vor. Der Mensch ist nicht in der Lage, gesunde Eigenliebe und Nächstenliebe zu verbinden.
Abschließend wird die christliche Perspektive diesem Menschenbild und dieser Gesellschaftsordnung gegenüber gestellt. In Webrecherche wird die katholische Soziallehre erfasst. Deren Fundierung wird über entsprechende Bibelstellen belegt.
Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie den Philosophieunterricht der Sekundarstufe II. Die Lernenden können anhand des Gefangenendilemmas grundlegende Fragen menschlichen Handelns und gesellschaftlicher Kooperation analysieren. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Erarbeitung des Gedankenexperiments an, bei der die Entscheidungsmöglichkeiten visualisiert und diskutiert werden. Besonders gewinnbringend ist eine szenische Darstellung oder ein Rollenspiel, in dem Lernende die Perspektive der beteiligten Personen einnehmen und ihre Entscheidungen begründen. Ebenso sinnvoll ist die Arbeit mit Tabellen oder Entscheidungsdiagrammen, um die unterschiedlichen Konsequenzen nachvollziehbar zu machen. Die Texte von Hobbes, Rousseau und weiteren Autoren ermöglichen eine vertiefende Auseinandersetzung mit Menschenbildern, Vertrauen und gesellschaftlichen Regeln. In Gruppenarbeiten können die Lernenden verschiedene philosophische Positionen vergleichen und auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen übertragen. Besonders geeignet ist das Material für Diskussionen über Solidarität, Konkurrenz, Verantwortung und die Bedeutung von Kommunikation in Beziehungen und Gesellschaft. Durch die Verbindung von philosophischen, politischen und religiösen Perspektiven fördert das Medium die Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit, ethische Konflikte differenziert zu reflektieren. Darüber hinaus lassen sich Bezüge zu aktuellen Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliches Handeln oder internationale Zusammenarbeit herstellen. Das Material eignet sich sowohl für problemorientierte Unterrichtseinstiege als auch für vertiefende Reflexionsphasen im Ethik und Religionsunterricht.