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Christoph Thoma

Christoph Thoma

Die Textilindustrie. Verletzung der Schöpfung Gottes

Veröffentlichung:1.1.2022

Die Unterrichtsstunde "Die Textilindustrie. Verletzung der Schöpfung Gottes" mit vier Seiten thematisiert die Ausbeutung von Näherinnen in Bangladesch und weltweit. Fünf Fragestellungen werten den Film aus und stellen einen Bezug zum Buch Jeremia sowie dem eigenen Leben her.

Das Materialblatt „Die Textilindustrie. Verletzung der Schöpfung“ thematisiert die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie, insbesondere in Bangladesch. Im Mittelpunkt stehen die Lebensrealitäten von Arbeiterinnen und Arbeitern, die unter prekären Bedingungen Kleidung für den weltweiten Markt produzieren. Die Lernenden erhalten durch eine Dokumentation sowie den Text „Das blutige T-Shirt“ von Irene Rapp Einblicke in niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten, fehlenden Arbeitsschutz und die Verantwortung internationaler Modekonzerne. Darüber hinaus wird die Frage nach Konsumverhalten, globaler Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung aus christlich-ethischer Perspektive aufgegriffen. Durch die Verbindung mit der prophetischen Sozialkritik des Propheten Jeremia wird ein theologischer Zugang zur Thematik eröffnet.

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Das Medium eignet sich besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe I und II im Religionsunterricht zu den Themen Schöpfungsverantwortung, soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Konsumethik und prophetisches Handeln. Methodisch bietet sich ein mehrperspektivischer Zugang an: Die Lernenden können zunächst die Dokumentation analysieren und ihre Eindrücke in einem Unterrichtsgespräch oder in einer Think-Pair-Share-Phase austauschen. Anschließend ermöglicht die Textarbeit eine vertiefende Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Zusammenhängen und menschenrechtlichen Fragestellungen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit biblischen Texten, etwa Jeremia 22,1–3.13, wodurch die Lernenden prophetische Kritik auf heutige gesellschaftliche Verhältnisse übertragen können. Kreative Methoden wie das Verfassen einer modernen „Schimpfrede Jeremias“, Rollenspiele zwischen Konsumentinnen, Firmenleitungen und Arbeiterinnen oder die Analyse eigener Kleidung fördern personale und ethische Reflexion. Ebenso bietet sich eine projektorientierte Weiterarbeit an, beispielsweise durch Recherchen zu Fair-Trade-Mode oder nachhaltigem Konsum. Das Medium unterstützt dabei die Entwicklung eines reflektierten Konsumverhaltens sowie die Fähigkeit, globale Zusammenhänge aus christlicher Perspektive zu beurteilen.


Der Einstieg gelingt über ein Video zu Gesichtern der Armut. Die ersten zwei Fragen sammeln zentrale Fakten zur Globalisierung und Ausbeutung aus dem Video. In einem weiteren Schritt wird eine Schimpfrede zu diesen Zusammenhängen entworfen, die seinen Aussagen im Buch Jeremia ähnelt.

In einem letzten Schritt wird die eigene Kleidung untersucht und über eine Webseite auf Hinweise zur Ausbeutung von Arbeitskräften untersucht. Mögliche persönliche Verhaltensänderungen werden formuliert.

Methoden:

Videoanalyse

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)
  • Christ sein in der heutigen Arbeitswelt

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