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Theologie live Thomas Hieke

Theologie live,

Thomas Hieke

Wird der Mensch seiner Verantwortung als Stellvertreter Gottes auf Erden gerecht?

Veröffentlichung:13.5.2021

Was bedeutet Schöpfungstheologie für unser alltägliches Handeln? Thomas Hieke, Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU Mainz, geht anhand von Gen 1,26–29 der Frage nach: Wird der Mensch seiner Verantwortung als Stellvertreter Gottes auf Erden gerecht?

Das Medium setzt sich mit Genesis 1,26–29 auseinander und interpretiert den biblischen Schöpfungsauftrag im Kontext heutiger ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Ausgangspunkt ist die bekannte Bibelstelle, in der der Mensch als „Bild Gottes“ beschrieben wird und den Auftrag erhält, über die Erde zu herrschen. Der Vortrag hinterfragt kritisch traditionelle Deutungen, die diesen Text als Legitimation für Ausbeutung von Natur und Tieren verstehen könnten. Stattdessen wird herausgearbeitet, dass der Text ursprünglich als Ermutigung für Menschen in einer gefährlichen und unsicheren Welt gedacht war. Der Mensch soll als verantwortungsvoller Stellvertreter Gottes handeln und für Gerechtigkeit, Schutz der Schwachen sowie den Erhalt der Schöpfung sorgen. Das Medium verbindet biblische Anthropologie mit aktuellen Fragen nach Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und verantwortlichem Wirtschaften und deutet den Schöpfungstext als visionäre Hoffnung auf ein gutes Lebenshaus für alle Geschöpfe.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für ökologische, ethische und theologische Lernprozesse. Die Verbindung von biblischem Text und aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch oder globale Ungerechtigkeit ermöglicht einen starken Lebensweltbezug. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine gemeinsame Analyse der Bibelstelle Genesis 1,26–29, etwa durch Markierungsaufträge oder die Gegenüberstellung unterschiedlicher Übersetzungen und Deutungen. Anschließend können die Lernenden diskutieren, welche Verantwortung der Mensch gegenüber Natur, Tieren und Mitmenschen trägt. Besonders geeignet sind Debatten über Nachhaltigkeit, Konsumverhalten oder globale Gerechtigkeit sowie projektorientierte Lernformen zu Themen wie Wasser, Ernährung oder fairer Handel. Das Medium eröffnet zudem Möglichkeiten für fächerübergreifendes Arbeiten mit Ethik, Geografie oder Sozialkunde. Kreative Methoden wie Zukunftsplakate, Schöpfungstagebücher oder Rollenspiele aus Sicht verschiedener Geschöpfe fördern die Perspektivübernahme und die emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Lernenden werden angeregt, traditionelle Herrschaftsvorstellungen kritisch zu hinterfragen und den biblischen Auftrag als Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung zu verstehen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung theologischer Inhalte mit konkreten Handlungsmöglichkeiten im Alltag, etwa nachhaltigem Konsum oder sozialem Engagement. Das Medium fördert ethische Urteilsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, religiöse Texte im Horizont gegenwärtiger gesellschaftlicher Fragen zu deuten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 4. Schöpfungsauftrag und ökologische Verantwortung.

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