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Theologie liveChristina Kreuzwieser

Theologie live,

Christina Kreuzwieser

Was sind Wunder und muss ich daran glauben?

Veröffentlichung:13.5.2021

In diesem Theologie live-Video sucht Christina Kreuzwieser, Dozentin für Alte Sprachen an der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU Mainz, eine Antwort auf die Frage nach Wundern. Was ist das überhaupt - und vor allem: Muss ich daran glauben?

Das Medium beschäftigt sich mit der Frage, was Wunder im biblischen Sinn sind und ob Menschen an Wunder glauben müssen. Im Mittelpunkt steht dabei die Deutung der Wunder Jesu in den Evangelien. Das Video erklärt, dass die Evangelien keine historischen Tatsachenberichte im modernen Sinn darstellen, sondern Glaubenserzählungen mit deutender Funktion sind. Wunder werden nicht als magische Sensationen verstanden, sondern als Zeichenhandlungen, die auf Gottes heilvolles Wirken hinweisen. Anhand der Heilung der blutflüssigen Frau wird gezeigt, dass Heilung und Rettung eng mit Vertrauen und Glauben verbunden sind. Dabei wird der biblische Begriff „pistis“ als Vertrauen gedeutet und nicht als bloßes Für-wahr-Halten. Das Medium eröffnet somit einen theologischen Zugang zu den Wundererzählungen des Neuen Testaments und verbindet biblische Texte mit Fragen nach Vertrauen, Hoffnung und Gotteserfahrung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II im Bereich Bibeldidaktik, Christologie und Glaubensfragen. Die lebensweltnahe Fragestellung „Muss ich an Wunder glauben?“ eröffnet einen motivierenden Zugang und ermöglicht es den Lernenden, eigene Vorstellungen von Wundern und Glauben einzubringen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Sammlung spontaner Assoziationen zum Begriff „Wunder“, bevor die im Video dargestellten theologischen Deutungen erarbeitet werden. Besonders geeignet ist die gemeinsame Analyse der Heilungsgeschichte der blutflüssigen Frau, etwa durch Rollenarbeit, Standbilder oder Perspektivwechsel. Die Lernenden können untersuchen, welche soziale und religiöse Bedeutung Krankheit und Ausgrenzung zur Zeit Jesu hatten und wie Jesus Menschen wieder in Gemeinschaft führt. Das Medium eröffnet zugleich einen reflektierten Zugang zum Verhältnis von Glauben und Wissen. Dabei kann diskutiert werden, ob Wunder naturwissenschaftlich erklärbar sein müssen oder ob ihr eigentlicher Sinn in ihrer symbolischen und existenziellen Bedeutung liegt. Besonders gewinnbringend sind Gesprächsphasen über Vertrauen, Hoffnung und persönliche Erfahrungen von Heilwerden oder Ermutigung. Kreative Methoden wie moderne Wundererzählungen, Tagebucheinträge aus Sicht der Frau oder Bildinterpretationen vertiefen die Auseinandersetzung zusätzlich. Das Medium fördert theologisches Denken, Bibelverständnis und die Fähigkeit, religiöse Sprache als Ausdruck von Erfahrungen und Hoffnungen zu deuten. Gleichzeitig stärkt es die Kompetenz der Lernenden, zwischen wörtlichem und symbolischem Verständnis biblischer Texte zu unterscheiden.

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