Die Unterrichtsstunde "Gerechtigkeit. Sprachliche Klärung" mit drei Seiten thematisiert eine tiefgreifende Definition von Gerechtigkeit. Dazu gehören Tauschgerechtigkeit (iustitia commutativa’), Wiedergutmachungsgerechtigkeit (iustitia restitutiva’) und Strafgerechtigkeit. Vier Fragestellungen untersuchen die Zusammenhänge. Das Gleichnis vom Weinberg und dessen Beschreibung des Reiches Gottes werden anschließend und der Bezug zwischen weltlicher und göttlicher Gerechtigkeit wird hergestellt.
Dieses Material kann auch im Homeschooling genutzt werden. Dabei wird das Video bei Aufforderung im Video angehalten, um Fragestellungen zu bearbeiten. Dann werden im nächsten Videosegment Auflösungen vorgestellt. Danach beginnt der nächste Informationsteil, der wieder mit einer Fragestellung und einem Stop endet.
Das Materialblatt „Gerechtigkeit. Sprachliche Klärung“ führt in zentrale philosophische und ethische Vorstellungen von Gerechtigkeit ein und orientiert sich dabei insbesondere an der Tugendlehre des Aristoteles. Das Medium erläutert zunächst den Begriff der Tugend als Haltung der Mitte zwischen zwei Extremen und ordnet die Gerechtigkeit als eine zentrale ethische Tugend ein. Anschließend werden unterschiedliche Formen von Gerechtigkeit vorgestellt, etwa Verteilungsgerechtigkeit, Tauschgerechtigkeit, Strafgerechtigkeit oder Verfahrensgerechtigkeit. Darüber hinaus thematisiert das Material moderne Erweiterungen des Gerechtigkeitsbegriffs wie Beteiligungs- und Beziehungsgerechtigkeit. Im Mittelpunkt steht dabei die grundlegende Frage, was mit dem Prinzip „Jedem das Seine“ gemeint ist und nach welchen Maßstäben gerechte Entscheidungen getroffen werden können. Die dargestellten Inhalte werden durch Reflexions- und Transferaufgaben vertieft und mit biblischen Texten wie dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg verbunden.