Didaktisch bietet die Unterrichtsstunde vielfältige Möglichkeiten für einen handlungsorientierten und lebensweltbezogenen Religionsunterricht in der Grundschule sowie in der Sekundarstufe I und II. Die Lernenden setzen sich mit Fragen globaler Verantwortung, Klimagerechtigkeit und nachhaltigem Handeln auseinander und werden dazu angeregt, eigene Positionen zu entwickeln. Methodisch zeichnet sich das Material durch eine große Vielfalt aus. Kreative Zugänge wie Collagen, Gedichte, Visionen einer klimagerechten Welt oder die Gestaltung von Klimasteinen fördern emotionale und persönliche Zugänge zum Thema. Gleichzeitig ermöglichen Diskussionen, Gruppenarbeiten, Mindmaps und Projektideen eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung. Besonders wertvoll ist die Verbindung von religiösen Impulsen mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Die Lernenden reflektieren ihre Verantwortung für die Schöpfung und entwickeln konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln im Alltag und in der Schule. Durch Schulgottesdienste, Gebete und die Arbeit mit dem MISEREOR Hungertuch werden spirituelle Dimensionen des Themas erschlossen. Das Material eignet sich zudem hervorragend für fächerübergreifendes Lernen zwischen Religion, Ethik, Politik, Geografie und Umweltbildung. Besonders motivierend wirken die handlungsorientierten Projekte wie Klimasteine Aktionen, Visionengalerien oder Pilgerwege, da die Lernenden eigene Erfahrungen einbringen und konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln können. Die zahlreichen Unterrichtsanregungen und differenzierten Materialien ermöglichen außerdem einen altersgerechten Einsatz von der Grundschule bis zur Oberstufe.
Erwärmungsstreifen
Die Lernenden betrachten grafische Darstellungen der globalen Temperaturentwicklung seit der Industrialisierung. Durch die Farbverläufe erkennen sie anschaulich die zunehmende Erderwärmung und sprechen über Ursachen und Folgen des Klimawandels.
Karikaturen zum Klimawandel
Mit humorvollen und kritischen Karikaturen setzen sich die Lernenden kreativ mit Klimawandel, Konsum und Umweltzerstörung auseinander. Im Unterricht werden Bilder beschrieben, Botschaften entschlüsselt und eigene Meinungen diskutiert.
Gedicht „der wald iss weg“
Die Lernenden lesen und interpretieren ein Gedicht über Umweltzerstörung und Klimakrise. Dabei sprechen sie über Gefühle, Verantwortung und Hoffnung. Das Gedicht dient als emotionaler Zugang zum Thema.
Broschüre „Mit Klimapolitik Armut bekämpfen“
In Gruppenarbeiten beschäftigen sich die Lernenden mit den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft. Sie analysieren Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Armut und globaler Ungerechtigkeit und entwickeln Lösungsvorschläge.
Visionengalerie zur klimagerechten Welt 2030
Die Lernenden gestalten kreative Zukunftsvisionen in Form von Zeichnungen, Collagen, Liedern oder digitalen Beiträgen. Anschließend präsentieren sie ihre Ideen und diskutieren konkrete Schritte für nachhaltiges Handeln.
Musikprojekt „For Seasons“
Die Lernenden hören eine moderne musikalische Bearbeitung von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, die auf wissenschaftlichen Klimadaten basiert. Durch Musik und Emotionen wird der Klimawandel sinnlich erfahrbar gemacht.
Klimasteine Aktion
Die Lernenden gestalten Steine mit Botschaften, Bildern und Wünschen für Klimaschutz und Gerechtigkeit. Die Steine werden zu gemeinsamen Symbolen für Verantwortung und nachhaltiges Handeln zusammengelegt.
Unterrichtsmaterial „Unser gemeinsames Haus schützen“
Die Lernenden beschäftigen sich mit fünf Wegweisern gegen die Klimakrise. Dazu gehören nachhaltiger Konsum, Energie sparen, Klimagerechtigkeit und politisches Engagement. Eigene Handlungsmöglichkeiten werden entwickelt und reflektiert.
Schulgottesdienst „Mach es wie Jesus“
Im Gottesdienst beschäftigen sich die Lernenden mit Mut Geschichten, Hoffnung und Verantwortung. Biblische Geschichten werden mit Klimagerechtigkeit verbunden. Anschließend entwickeln die Lernenden eigene Ideen für gemeinsames Handeln.
Arbeit mit dem MISEREOR Hungertuch
Die Lernenden setzen sich kreativ mit dem Hungertuch „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ auseinander. Sie gestalten Collagen zu gesellschaftlichen Problemen, Umweltzerstörung und Hoffnung und reflektieren persönliche Erfahrungen von Leid und Ungerechtigkeit.
Pilgerweg und Stationenweg
Die Lernenden gehen bewusst Wege in der Natur, denken über Menschen nach, die unter der Klimakrise leiden, und gestalten Symbole oder Gebete. Dadurch werden spirituelle Erfahrungen mit Umwelt und Verantwortung verbunden.
Kinderfastenaktion „Rucky Reiselustig und die Klima Detektive“
Kinder lernen mithilfe von Comics, Wimmelbildern, Spielen und Geschichten die Folgen des Klimawandels kennen. Sie entdecken kindgerechte Möglichkeiten zum Klimaschutz und beschäftigen sich mit dem Leben von Kindern in Bangladesch und Deutschland.
Treibhauseffektspiel
Die Lernenden stellen spielerisch den Treibhauseffekt nach. Durch Bewegung und Rollen verstehen sie, wie Treibhausgase Wärme in der Atmosphäre speichern und warum die Erde dadurch wärmer wird.
Als Einstiege kann sowohl eine Karikatur mit Pinguinen als auch ein Streifen mit der durchschnittlichen Temperatur aus den Jahren von 1600 bis 2010 genutzt werden. Im nächsten Schritt wird ein Gedicht zur Umweltzerstörung bearbeitet. Eine Liste von Impulsfragen zu Eindruck, Botschaft und Hoffnungen auf ein Ende der Krise im Gedicht liegt im Material bei. Die weiteren sich anschließenden Materialien sind nicht für die Primarstufe erstellt.
Im nächsten Schritt wird in Gruppenarbeit über Informationstexte und Impulsfragen ein Zukunftskonzept zu einer klimagerechten Gesellschaft entwickelt. Dabei werden auch grundlagen 1 lebenswerten Lebens um 2030 thematisiert.
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