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Altonar Museum

Altonar Museum

Glaubensfreiheit Gegeben und gefordert seit 1601

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtseinheit "Glaubensfreiheit. Gegeben und gefordert" mit 28 Seiten und Materialen thematisiert Religionsfreiheit zwischen Katholiken, Protestanten, Juden und Muslimen an historischen und aktuellen am exemplarischen Beispiel Hamburg.

Die Unterrichtseinheit bietet umfangreiche Materialien zur Ausstellung „Glaubensfreiheit. Gegeben und gefordert – seit 1601“ des Altonaer Museum und thematisiert die Entwicklung der Glaubensfreiheit in Hamburg und Altona vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Broschüre verbindet historische Informationen, Arbeitsaufträge und didaktische Impulse für unterschiedliche Altersstufen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie religiöse Toleranz, interreligiöser Dialog, Antisemitismus, Religionsfreiheit im Grundgesetz sowie die Geschichte religiöser Minderheiten in Altona. Darüber hinaus werden aktuelle Fragen des Zusammenlebens verschiedener Religionen behandelt. Für die Grundschule enthält das Material zusätzlich kindgerechte Zugänge zu religiösen Gegenständen, Bestattungsritualen und Glaubensvorstellungen. Die Materialien orientieren sich stark an Lebensweltbezügen und regen zur Reflexion über Freiheit, Religion und gesellschaftliches Zusammenleben an.


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Die Unterrichtseinheit eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II sowie teilweise auch für die Grundschule. Die Lernenden erhalten einen differenzierten Zugang zur Geschichte und Bedeutung der Glaubensfreiheit sowie zu aktuellen Fragen religiöser Vielfalt. Für den Unterricht empfiehlt sich eine Kombination aus historischen und gegenwartsbezogenen Zugängen. Die zahlreichen Arbeitsaufträge ermöglichen einen handlungsorientierten und dialogischen Unterricht. Besonders sinnvoll ist die Verbindung mit projektorientierten Methoden wie Gruppenarbeiten, digitalen Präsentationen oder Diskussionen zu Fragen von Toleranz und Religionsfreiheit. Die Materialien fördern Perspektivwechsel, historisches Lernen und interreligiöse Kompetenz. Lehrkräfte können einzelne Themenbereiche flexibel auswählen und an unterschiedliche Lerngruppen anpassen. Besonders geeignet sind die Kapitel zu interreligiösem Dialog, Religionsfreiheit im Grundgesetz sowie zu religiösen Minderheiten in Hamburg. Die Grundschulmaterialien ermöglichen darüber hinaus einen sensiblen Zugang zu Themen wie Tod, religiöse Symbole und persönliche Glaubensvorstellungen. Durch die Verbindung von Geschichte, Ethik, Religion und gesellschaftlicher Gegenwartsanalyse eignet sich das Medium hervorragend für fächerübergreifendes Lernen sowie für projektorientierte Unterrichtsformen.

Die Broschüre enthält zahlreiche Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe sowie für die Grundschule und verbindet historische, interreligiöse und lebensweltorientierte Zugänge zum Thema Glaubensfreiheit.

Im Bereich „Glaubensfreiheit bedeutet für mich“ beschäftigen sich die Lernenden mit persönlichen Vorstellungen von Religionsfreiheit. Sie hören Interviews verschiedener Menschen aus Hamburg, notieren wichtige Aussagen und gestalten gemeinsam sogenannte Sonnenbilder mit zentralen Begriffen und Aspekten der Glaubensfreiheit. Außerdem verfassen sie Dialoge über unterschiedliche Sichtweisen auf Religionsfreiheit in Deutschland. Dadurch werden Perspektivwechsel, Gesprächskompetenz und persönliche Reflexion gefördert.

Das Material zu „Glaubensgemeinschaften und wirtschaftliche Netzwerke im 17. und 18. Jahrhundert“ behandelt die Geschichte Altonas als Ort religiöser Vielfalt. Die Lernenden arbeiten mit historischen Texten, recherchieren Privilegien religiöser Minderheiten und untersuchen die wirtschaftliche Bedeutung von Glaubensgemeinschaften. Zudem analysieren sie historische Entwicklungen rund um Religionsfreiheit und Migration. Dadurch werden historisches Lernen und Quellenarbeit gefördert.

Im Kapitel „Große Freiheit und Kleine Freiheit“ untersuchen die Lernenden historische Straßennamen und deren Zusammenhang mit religiöser Freiheit. Sie analysieren Kartenmaterial und verfassen eigene Lexikonartikel zur Geschichte religiöser Toleranz in Altona. Dabei lernen sie, historische Entwicklungen sprachlich und sachlich darzustellen.

Das Material „Grenzen der Glaubensfreiheit“ thematisiert historische Diskriminierung, Gewalt und Einschränkungen religiöser Minderheiten. Die Lernenden analysieren historische Quellen zu Übergriffen, Diskriminierung und Ausschluss und vergleichen diese mit heutigen Fragen der Religionsfreiheit. Dadurch werden ethische Urteilsbildung und historisches Bewusstsein gefördert.

Im Bereich „Die Aufklärung und religiöse Toleranz“ setzen sich die Lernenden mit Ideen der Aufklärung auseinander und verfassen eigene Texte zur Bedeutung religiöser Toleranz. Ergänzend analysieren sie Wohnsituationen religiöser Gruppen im Altona des 19. Jahrhunderts und schreiben Briefe oder Tagebucheinträge aus historischen Perspektiven. Dadurch werden Empathie und Perspektivübernahme gefördert.

Das Kapitel „Antisemitismus“ führt in die Geschichte antisemitischer Vorstellungen ein. Die Lernenden definieren den Begriff Antisemitismus und reflektieren historische und aktuelle Formen von Ausgrenzung und Vorurteilen.

Im Abschnitt „Religionsfreiheit im Grundgesetz“ vergleichen die Lernenden die historische Glaubensfreiheit des 17. Jahrhunderts mit den Grundrechten des heutigen Grundgesetzes. Außerdem diskutieren sie die Rolle des Religionsunterrichts und sammeln Argumente zu unterschiedlichen Modellen religiöser Bildung. Damit werden politische Bildung und demokratische Diskussionsfähigkeit gefördert.

Das Material „Neue Religionen und neue Gemeinden“ beschäftigt sich mit Migration, religiöser Vielfalt und dem Bau neuer Gotteshäuser in Hamburg. Die Lernenden analysieren Konflikte und Chancen religiöser Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und diskutieren unterschiedliche Positionen zu Moscheen, Synagogen oder anderen religiösen Gebäuden.

Im Themenbereich „Interreligiöser Dialog“ setzen sich die Lernenden mit dem Zusammenleben verschiedener Religionen auseinander. Sie analysieren die Arbeit des Interreligiösen Forums Hamburg, diskutieren den Begriff Toleranz und reflektieren Formen gelingender Begegnung zwischen Religionen und Weltanschauungen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit dem Hamburger Modell „Religionsunterricht für alle“ und diskutieren Chancen und Kritik dieses Ansatzes.

Das Projekt „Frei.Glauben“ präsentiert kreative Arbeiten von Lernenden zum Thema Freiheit und Religion. Die Lernenden setzen sich mit persönlichen Vorstellungen von Glauben und Freiheit auseinander und gestalten eigene kreative Beiträge oder Zeichnungen. Dadurch wird kreatives und subjektorientiertes Lernen gefördert.

Für die Grundschule enthält die Broschüre Materialien zum Thema „Ewige Ruhe“. Hier beschäftigen sich die Kinder mit Bestattungsritualen verschiedener Religionen, vergleichen religiöse Vorstellungen vom Tod und gestalten eigene Ausstellungskästen oder Bilder zu religiösen Bestattungen. Außerdem tauschen sie sich über eigene Vorstellungen vom Leben nach dem Tod aus.

Im Material „Mein wichtiger oder heiliger Gegenstand“ bringen Kinder religiöse oder persönlich bedeutsame Gegenstände mit in den Unterricht, beschreiben deren Bedeutung und erzählen von ihren Erfahrungen. Dadurch entstehen Gespräche über religiöse Identität, persönliche Werte und die Vielfalt religiöser Traditionen im Alltag der Lernenden.


Der Einstieg gelingt über eine Definition von Glaubensfreiheit in Einzelarbeit. Die Ergebnisse werden in Partnerarbeit und dann im Plenum ausgetauscht. Dazu kann auch ein Schreibgespräch erfolgen. Es kann eine ebenso eine Mindmap entstehen.

In einem weiteren Schritt werden zwei von 14 Zitaten in einem Material begründet ausgewählt. Es werden ebenfalls zwei irritierende Zitate ausgewählt. In Einzel oder Partnerarbeit hört dann ein Dialog verfasst, in dem sich zwei Lernende über Glaubenswahrheit in Deutschland unterhalten. Dazu können die selbst ausgewählten Zitate und weitere der Aussagen im Material verwendet werden.

Der nachfolgende Schritt untersucht Glaubensfreiheit im 17 Jahrhundert. Dazu wird Glaubensfreiheit als wirtschaftlicher Vorteil thematisiert. Anders Menschen evangelischen Glaubens waren aufgrund ihrer Arbeitsethik hervorragende Handwerker und Fachleute. Sie siedeln sich in Städten mit Glaubensfreiheit an. Dieser Vorgang wird auf dem Hintergrund der Hamburger Stadtgeschichte erläutert. Diese Zusammenhänge werden aus Material auf der Webseite des Museums erarbeitet. Entsprechende Links liegen bei.

Im nachfolgenden Schritt entsteht ein Artikel für ein Kinderlexikon. Wer hat die Präsenz der verschiedenen Religionen in Hamburg thematisiert. Dies gelingt anhand von Kartenmaterial und Straßennamen.

Im nächsten Schritt werden Grenzen der Glaubensfreiheit anhand von historischen Beispielen thematisiert. In einer weiteren Fragestellung werden diese Grenzen in der aktuellen Lebenswelt thematisiert.

Ein weiterer Schritt definiert den Begriff Aufklärung für ein Jugendlexikon. Material dazu ist ebenfalls auf der Webseite des Museums vorhanden.

Ein sich anschließender Schritt untersucht anhand historischer Beispiele das Zusammenleben von Konfessionen und Religionen in Hamburg. Über Fragestellungen wird an diesem Punkt das Fehlen des Islam in der historischen Perspektive angesprochen. Persönliche Lebenserfahrungen zum Zusammenleben von Religion im eigenen Straßenkontext werden in Einzelarbeit festgehalten.

In einem weiteren Schritt wird in Einzel oder Partnerarbeit der Begriff Antisemitismus definiert. Im Plenum erfolgt ein Austausch.

Der nachfolgende Schritt untersucht mehrere Verständnisse von Religionsfreiheit aus der deutschen Geschichte und das Grundgesetz auf Artikel zur Religionsfreiheit. Diese sind im Material abgebildet. Das Verständnis der Religionsfreiheit im Grundgesetz wird mit dem bereits erarbeiteten Verständnis aus dem 17. Jahrhundert verglichen. Auch im Nationalsozialismus wurde Religionsfreiheit definiert. Unterschiede zum heutigen Verständnis werden herausgestellt.

Im nachfolgenden Schritt wird der Neubau von Gotteshäusern verschiedener Religionen in verschiedenen Zeitepochen untersucht. Gerade dieser Neubau ist eine Möglichkeit der Messung von Toleranz in Gesellschaften. Dabei wird auch über die Umnutzung von Gotteshäusern gesprochen. Das Christentum verliert immer mehr Gläubige, während mehr Menschen den islamischen Glauben in ihrem Alltag leben wollen.

In einem weiteren Schritt wird interreligiöser Dialog anhand von acht Religionsgemeinschaften in Hamburg untersucht. Eine wird ausgewählt und in Partner- oder Einzelarbeit ein Brief mit Fragen, Anregungen und Wünschen entsteht. Materialien dazu sind in einem Link angegeben.

Der nächste Schritt untersucht den Begriff Toleranz, eine Definition wird angeboten und untersucht. Voraussetzungen für interreligiösen Dialog und Zusammenarbeit werden gesammelt dies kann auch in Form einer Mindmap geschehen.

Der nächste Schritt enthält eine Filmanalyse. Sollte der Film nicht zur Verfügung stehen kann dieser Schritt entfallen. Der nachfolgende Schritt untersucht ein Projekt zur Glaubensfreiheit in Hamburg.

Material:

1.2 Glaubensgemeinschaften und wirtschaftliche Netzwerke im 17. (und 18.) Jahrhundert 04

1.3 Große Freiheit und Kleine Freiheit: Religiöse Freiheit vor den Toren Hamburgs 07

1.4 Grenzen der Glaubensfreiheit 08

1.5 Die Aufklärung – Ruf nach religiöser Toleranz 10

1.6 Die Bewohner*innen des Quartiers Kirchenstraße um 1860 10

1.7 Antisemitismus 11

1.8 Nach 1945 Grundrecht auf Religionsfreiheit 11

1.9 Nach 1959 Neue Religionen, neue Gemeinden 12

1.10 Heute Interreligiöser Dialog 13

Begriff der Toleranz

1.11 Frei.Glauben Ein Projekt der Stadtteilschule Bahrenfeld 15

1.12 Drei Fragen zum Diskutieren

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

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