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Latiniculus

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Die Inquisition: Die mittelalterliche Inquisition

Italien und Heiliges Römisches Reich

Veröffentlichung:28.4.2016

Im Laufe des 12. Jahrhunderts erstarkten die Katharer und am Ende des 12. Jahrhunderts bildete sich um Petrus Waldes eine Gruppierung, die man als Waldenser bezeichnet. Beide Gruppierungen verstanden sich zwar selbst als christlich, doch wurden sie von Seiten der Kirche nicht als mit dem christlichen Glauben konform angesehen. Sowohl den Katharern als auch den Waldensern gelang es, eine größere Masse an Anhägern hinter sich zu haben. Die Kirche wollte dieser Entwicklung entgegen treten, brauchte aber ein neues Mittel, um Erfolg zu haben. Dies führte zur sukzessiven Ausbildung der Inquisition.

In einer Videoreihe soll die Inquisition näher beleuchtet werden und dabei auch dargestellt werden, dass einiges, was man von der Inquisition zu wissen vermeint, ins Reich der Mythen und Legenden gehört.

Das Video behandelt die Tätigkeit der mittelalterlichen Inquisition in Italien und im Heiliges Römisches Reich. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum die Inquisition in Italien vergleichsweise erfolgreich war, während sie sich im Heiligen Römischen Reich nie flächendeckend durchsetzen konnte. Das Medium beschreibt die Ausbreitung der Katharer und der Waldenser in Nord und Mittelitalien sowie die Rolle der Bettelorden, insbesondere des Dominikanerorden und der Franziskaner. Zudem werden bedeutende Ereignisse wie Ketzerverbrennungen in Verona, die Ermordung des Inquisitors Petrus von Verona sowie die Entwicklung inquisitorischer Verfahren erläutert. Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf das Heilige Römische Reich und die Tätigkeit von Inquisitoren wie Konrad von Marburg. Das Video zeigt dabei die regional begrenzte Wirkung der Inquisition und erklärt die politischen und gesellschaftlichen Gründe für ihre vergleichsweise geringe Ausbreitung im Reich. Abschließend wird auch der Übergang zur frühen Neuzeit und die Verbindung zur Hexenverfolgung angesprochen.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe sowie für Unterrichtseinheiten zu Mittelalter, Kirchengeschichte und Religionskritik. Die Lernenden erhalten einen differenzierten Einblick in die regional unterschiedlichen Entwicklungen der Inquisition und erkennen, wie eng religiöse, politische und gesellschaftliche Faktoren miteinander verbunden waren. Für den Unterricht empfiehlt sich zunächst eine Wiederholung der allgemeinen Entwicklung der Inquisition sowie der Bewegungen der Katharer und Waldenser. Das Video kann abschnittsweise eingesetzt und durch Kartenmaterial, Zeitstrahlen oder Quellentexte ergänzt werden. Besonders sinnvoll ist eine vergleichende Analyse der Situation in Italien und im Heiligen Römischen Reich. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten, bei denen die Lernenden einzelne Regionen oder Akteure untersuchen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Inquisition darstellen. Ebenso kann eine Diskussion über religiöse Verfolgung, Machtstrukturen und Rechtsvorstellungen im Mittelalter angeregt werden. Das Medium fördert historisches Lernen, ethisches Urteilsvermögen und die Fähigkeit, komplexe religiöse und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu analysieren. Durch die Verbindung von Kirchengeschichte, Rechtsgeschichte und Religionsgeschichte eignet sich das Video zudem gut zur Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen im Bereich Mittelalter und Kirche.

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