Im Laufe des 12. Jahrhunderts erstarkten die Katharer und am Ende des 12. Jahrhunderts bildete sich um Petrus Waldes eine Gruppierung, die man als Waldenser bezeichnet. Beide Gruppierungen verstanden sich zwar selbst als christlich, doch wurden sie von Seiten der Kirche nicht als mit dem christlichen Glauben konform angesehen. Sowohl den Katharern als auch den Waldensern gelang es, eine größere Masse an Anhägern hinter sich zu haben. Die Kirche wollte dieser Entwicklung entgegen treten, brauchte aber ein neues Mittel, um Erfolg zu haben. Dies führte zur sukzessiven Ausbildung der Inquisition.
In einer Videoreihe soll die Inquisition näher beleuchtet werden und dabei auch dargestellt werden, dass einiges, was man von der Inquisition zu wissen vermeint, ins Reich der Mythen und Legenden gehört.
Das Video behandelt die Entstehung und Entwicklung der mittelalterlichen Inquisition im 12. und 13. Jahrhundert. Das Medium erklärt, wie sich die Inquisition schrittweise aus älteren Formen der Ketzerverfolgung entwickelte und welche gesellschaftlichen, politischen und religiösen Hintergründe dabei eine Rolle spielten. Im Mittelpunkt stehen die Bewegungen der Katharer und der Waldenser, die von der Kirche als Bedrohung wahrgenommen wurden. Das Video erläutert wichtige Konzilien, päpstliche Erlasse und die Rolle weltlicher Herrscher bei der Bekämpfung von Häresien. Ebenso werden zentrale Entwicklungen wie die Einführung des Inquisitionsverfahrens, die Zusammenarbeit von Kirche und weltlicher Macht sowie die Legitimierung von Strafen bis hin zur Todesstrafe dargestellt. Darüber hinaus thematisiert das Medium den Einsatz von Folter, die Bedeutung der Dominikaner und die rechtlichen Veränderungen im Umgang mit Häretikern.