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Latiniculus

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Die Inquisition: Grundbegriffe und theologische Grundlagen

Veröffentlichung:24.4.2016

Im Laufe des 12. Jahrhunderts erstarkten die Katharer und am Ende des 12. Jahrhunderts bildete sich um Petrus Waldes eine Gruppierung, die man als Waldenser bezeichnet. Beide Gruppierungen verstanden sich zwar selbst als christlich, doch wurden sie von Seiten der Kirche nicht als mit dem christlichen Glauben konform angesehen. Sowohl den Katharern als auch den Waldensern gelang es, eine größere Masse an Anhägern hinter sich zu haben. Die Kirche wollte dieser Entwicklung entgegen treten, brauchte aber ein neues Mittel, um Erfolg zu haben. Dies führte zur sukzessiven Ausbildung der Inquisition.

In einer Videoreihe soll die Inquisition näher beleuchtet werden und dabei auch dargestellt werden, dass einiges, was man von der Inquisition zu wissen vermeint, ins Reich der Mythen und Legenden gehört.

Das Video bietet eine Einführung in die Geschichte und die theologischen Grundlagen der Inquisition im Mittelalter. Ausgangspunkt sind die religiösen Bewegungen der Katharer und der Waldenser, die von der Kirche als häretisch angesehen wurden. Das Medium erklärt zentrale Begriffe wie Häresie, Ketzer, Exkommunikation und Kirchenbann und zeigt, wie sich daraus die Entwicklung der Inquisition ergab. Besonders ausführlich werden biblische und theologische Rechtfertigungen für die Ketzerverfolgung dargestellt. Dabei werden verschiedene Deutungen des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen sowie die Positionen bedeutender Theologen wie Augustinus von Hippo, Johannes Chrysostomos und Thomas von Aquin erläutert. Das Video zeigt zugleich, dass die Frage nach Gewalt, Toleranz und Zwang innerhalb der Kirche selbst kontrovers diskutiert wurde.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe sowie für Unterrichtseinheiten zu Kirchengeschichte, Mittelalter und Religionskritik. Die Lernenden erhalten einen differenzierten Einblick in die historischen Hintergründe der Inquisition und lernen, wie eng religiöse, gesellschaftliche und politische Entwicklungen miteinander verbunden waren. Für den Unterricht empfiehlt sich zunächst eine gemeinsame Klärung zentraler Begriffe wie Häresie, Orthodoxie, Exkommunikation und Inquisition. Das Video kann abschnittsweise eingesetzt und durch Quellentexte oder Bibelstellen ergänzt werden. Besonders sinnvoll ist eine gemeinsame Analyse des Gleichnisses vom Unkraut unter dem Weizen sowie der unterschiedlichen theologischen Auslegungen. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten an, bei denen die Lernenden verschiedene theologischen Positionen zur Ketzerverfolgung vergleichen und bewerten. Ebenso kann eine Diskussion über religiöse Toleranz, Gewalt und Macht in Geschichte und Gegenwart angeregt werden. Das Medium fördert historisches Lernen, ethisches Urteilsvermögen und die Fähigkeit, religiöse Quellen kritisch zu analysieren. Durch die Verbindung von Bibelauslegung, Kirchengeschichte und theologischer Argumentation eignet sich das Video zudem gut zur Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen im Bereich Mittelalter, Kirche und Religionsgeschichte.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

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