Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video behandelt die christologischen Vorstellungen der alexandrinischen Theologie und erklärt insbesondere die Lehren von Kyrill von Alexandrien sowie die Entwicklung des Monophysitismus durch Eutyches. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi miteinander verbunden sind. Das Medium erläutert die sogenannte Logos Mensch Christologie alexandrinischer Prägung sowie die Vorstellung der hypostatischen Union. Dabei wird erklärt, wie die alexandrinische Schule die Einheit Christi besonders stark betonte und weshalb dies zu Konflikten mit den antiochenischen Theologen führte. Zudem wird dargestellt, wie sich aus diesen Diskussionen die Lehre des Monophysitismus entwickelte, nach der die menschliche Natur Jesu in der göttlichen Natur aufgehe. Abschließend verweist das Video auf die theologischen Auseinandersetzungen bis zum Konzil von Konzil von Chalkedon.