Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video zum Modalismus beziehungsweise modalistischen Monarchianismus behandelt eine weitere bedeutende christologische Strömung des zweiten und dritten Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Einheit Gottes bewahrt werden kann. Das Medium erklärt, dass Vertreter des Modalismus jede Vorstellung mehrerer göttlicher Personen ablehnen und stattdessen davon ausgehen, dass Gott sich lediglich auf unterschiedliche Weise offenbart. Dabei wird erläutert, dass Gott als Vater, Sohn und Geist nicht unterschiedliche göttliche Personen darstellt, sondern verschiedene Erscheinungsweisen desselben Gottes. Besonders ausführlich werden die Positionen von Noet von Smyrna und Sabellius vorgestellt. Das Video zeigt, wie Noet davon ausgeht, dass Gott selbst in Jesus Christus Mensch geworden ist und auch selbst gelitten habe. Ebenso wird die Lehre des Sabellius erklärt, der von drei verschiedenen Modi göttlicher Offenbarung spricht. Das Medium verdeutlicht anschaulich die theologischen Herausforderungen früher christlicher Gottesvorstellungen und zeigt, wie intensiv über das Verhältnis von Vater, Sohn und Geist diskutiert wurde. Gleichzeitig werden die Schwierigkeiten dieser Positionen sichtbar etwa die Frage, wie Jesus zum Vater beten kann, wenn Vater und Sohn identisch sind. Das Video eröffnet dadurch einen wichtigen Einblick in die Entwicklung der frühen Trinitäts und Christologielehre.