Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video zu Clemens von Alexandrien und Origenes führt in die sogenannte spekulative Christologie der frühen Kirche ein und zeigt, wie christliche Theologen versuchten, den Glauben mit der antiken Philosophie zu verbinden. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der Logos Christologie unter dem Einfluss des Mittelplatonismus. Das Medium erläutert zunächst die Position des Clemens von Alexandrien, der den Logos als göttlichen Lehrer versteht, der Mensch wird, um die Menschen zu Gott zurückzuführen. Besonders hervorgehoben wird dabei die positive Sicht auf die Welt und die Vorstellung, dass der Mensch durch Christus Anteil an der Göttlichkeit gewinnen kann. Anschließend behandelt das Video die Theologie des Origenes, der den Logos als „zweiten Gott“ beschreibt und damit eine hierarchische Ordnung zwischen Vater, Sohn und Geist entwickelt. Das Video erklärt zentrale Begriffe wie ewige Zeugung, Hypostasen und Wesensähnlichkeit und zeigt, wie stark die christologische Entwicklung von philosophischen Denkmodellen geprägt wurde. Dadurch erhalten die Lernenden einen vertieften Einblick in die Vielfalt frühchristlicher Theologie und die Entstehung zentraler christologischer und trinitätstheologischer Fragestellungen.