Dieses Video untersucht das göttliche Gericht innerhalb der Welt im Alten Testament. Gewalt und Krieg spielen eine Rolle in vielen Texten im Alten Testament, besonders bei den Richtern. Die Rhetorik z. B. in Kriegsbeschreibungen muss nicht unbedingt die volle Realität wiedergeben. Übertreibungen sind für Kriegsberichte aus dem ersten und zweiten Jahrtausend aus vielen Kulturen bekannt. Als ausgelöscht beschrieben Völker werden in späteren biblischen Berichten erneut genannt. Somit kann die Vernichtung ganzer Völker nicht umgesetzt worden sein.
Als das Volk Gottes in das gelobte Land einzieht, richtet Gott über die Bewohner des Landes. Ihre Götter, die eine Vielzahl sehr fragwürdiger Verhaltensweisen und sogar Kinderopfer verlangen, sollen vertrieben werden. Deshalb gibt Gott seinem Volk die Anweisung, ihre Städte zu erobern. Kriege, die Gott anordnet, sind in der Regel defensiver Natur. Völkern bietet er die Umkehr an. Das Volk der Juden selbst ist oft Opfer des göttlichen Gerichtes. Immer wieder verlässt das jüdische Volk Gottes Gesetz und fällt der Strafe anheim. Wenn Israel ohne Gottes Anweisungen Krieg führt scheitert es. Wo das alttestamentliche Gottesbild sich vom neutestamentlichen unterscheidet so hat das neue Gottesbild den Vorrang. Deshalb sind auch ältester mögliche Texte von Jesus her zu lesen. Er nimmt die Sünde aller Völker auf sich überwindet sie.