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Erzbistum Köln

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Schwerter zu Pflugscharen

Veröffentlichung:11.3.2022

Die Unterrichtssequenz "Schwerter zu Pflugscharen" mit sechs Seiten ujnd vier Materialien thematisiert die internationale Sicherheit und deren Institutionen UN und NATO. Der kirchliche Bezug gelingt über eine Rede von Papst Paul VI.

Das Video behandelt das biblische Friedensmotiv „Schwerter zu Pflugscharen“ und verbindet dieses mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen rund um Krieg, Frieden und internationale Verantwortung. Ausgangspunkt sind die Vereinten Nationen und ihre Friedensziele sowie die berühmte Friedensrede von Papst Paul VI. vor der UN. Darüber hinaus setzt sich das Material mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine auseinander und stellt Fragen nach Verantwortung, Frieden, Gewaltverzicht und internationaler Zusammenarbeit. Die Lernenden beschäftigen sich mit Symbolen wie der UN Flagge oder der Skulptur „Schwerter zu Pflugscharen“ und reflektieren deren Bedeutung vor dem Hintergrund aktueller Konflikte. Ebenso werden die Rolle der NATO, internationale Friedenssicherung sowie die Bedeutung prophetischer Friedensvisionen aus der Bibel thematisiert. Das Material verbindet politische Bildung mit theologischen und ethischen Fragestellungen und eröffnet vielfältige Zugänge zum Thema Frieden.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II, da es aktuelle politische Fragen mit biblischen Friedensvisionen und christlicher Ethik verbindet. Die Lernenden können sich intensiv mit den Themen Frieden, Gerechtigkeit, Gewalt, internationale Verantwortung und Menschenwürde auseinandersetzen. Methodisch bietet das Material zahlreiche Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen und kompetenzorientierten Unterricht. Der Einstieg kann über die Analyse der UN Flagge oder der Skulptur „Schwerter zu Pflugscharen“ erfolgen. Dadurch werden symbolisches Denken und erste Deutungen gefördert. Anschließend können die Lernenden arbeitsteilig verschiedene Materialien bearbeiten, etwa die Friedensrede von Papst Paul VI., die UN Charta oder die Informationen zur NATO. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung biblischer Texte mit aktuellen politischen Ereignissen. Die prophetische Vision aus dem Buch Jesaja eröffnet dabei die Möglichkeit, über Frieden als religiöse Hoffnung und gesellschaftlichen Auftrag nachzudenken. Diskussionsphasen fördern die Fähigkeit der Lernenden, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und ethische Urteile zu entwickeln. Ebenso bietet sich die Arbeit mit kreativen Methoden an, etwa die Gestaltung eigener Friedenssymbole, Collagen, Podcasts, Friedensgebete oder musikalischer Umsetzungen des Liedes „Es wird sein in den letzten Tagen“. Besonders sinnvoll ist die Verbindung mit projektorientiertem Lernen, bei dem Lerngruppen gemeinsame Friedensaktionen oder Ausstellungen gestalten. Das Material unterstützt historisches Lernen, politische Bildung und ethische Reflexion gleichermaßen und regt dazu an, die Bedeutung von Frieden und internationaler Verantwortung für die heutige Zeit kritisch zu hinterfragen.

M1 Die UN

Die Lernenden betrachten zunächst die Flagge der Vereinten Nationen und beschreiben die dargestellten Symbole. Anschließend informieren sie sich über Aufbau und Aufgaben der UN. Im Unterricht wird danach gemeinsam gedeutet, welche Bedeutung die Weltkarte und die Ölzweige für Frieden, internationale Zusammenarbeit und Verständigung besitzen. Die Lernenden setzen sich dabei mit den Zielen der Vereinten Nationen auseinander und reflektieren die Bedeutung globaler Friedenssicherung.

M2 Papst Paul VI. bei den UN

Die Lernenden lesen Auszüge aus der Friedensrede von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1965. Sie arbeiten zentrale Aussagen der Rede heraus und vergleichen diese mit den Friedenszielen der Vereinten Nationen. Im Mittelpunkt steht dabei das biblische Bild „Schwerter zu Pflugscharen“ aus dem Buch Jesaja. Außerdem diskutieren die Lernenden die Friedensplastik vor dem UN Gebäude sowie den Widerspruch zwischen Friedenssymbolen und aktuellen Kriegen wie dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Dabei werden ethische Urteilsbildung und politische Reflexion gefördert.

M3 Die UN Charta

Die Lernenden lesen einen Abschnitt aus der Charta der Vereinten Nationen zum Gewaltverbot zwischen Staaten. Anschließend bewerten sie den Krieg Russlands gegen die Ukraine vor dem Hintergrund des internationalen Rechts. Im Unterricht wird diskutiert, welche Bedeutung Regeln, Frieden und internationale Vereinbarungen für das Zusammenleben von Staaten besitzen und warum Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele problematisch ist.

M4a Die NATO

Die Lernenden informieren sich über die NATO als Verteidigungsbündnis und setzen sich mit ihren Aufgaben auseinander. Dabei geht es um Fragen der Sicherheit, Verteidigung und internationalen Zusammenarbeit. Anschließend reflektieren die Lernenden die Rolle der NATO im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und diskutieren Möglichkeiten friedlicher Konfliktlösungen.

M4b Orden für Putin?

Die Lernenden lesen einen satirischen Beitrag des Magazins „Der Postillon“. Im Unterricht wird erarbeitet, wie Satire funktioniert und welche Kritik durch Übertreibung und Ironie ausgedrückt wird. Anschließend diskutieren die Lernenden, warum der Krieg in der Ukraine die Zusammenarbeit europäischer Staaten und der NATO verändert hat und welche Bedeutung Sanktionen und internationale Zusammenarbeit für Friedenspolitik besitzen. Dabei reflektieren sie auch die Frage, ob wirtschaftliche und politische Maßnahmen eine friedliche Alternative zu militärischer Gewalt darstellen können.

M5 Projektarbeit

Die Lernenden gestalten kreative Projekte zum Lied „Es wird sein in den letzten Tagen“, das auf die biblische Friedensvision „Schwerter zu Pflugscharen“ Bezug nimmt. Möglich sind musikalische, künstlerische oder literarische Arbeiten. Im Unterricht entstehen beispielsweise Friedensplakate, Texte, Collagen, Theaterstücke oder musikalische Beiträge. Ziel ist es, eigene Gedanken zu Frieden, Solidarität und Hoffnung auszudrücken und die Ergebnisse sichtbar in der Schule zu präsentieren. Dadurch wird Friedensbildung mit kreativem und gemeinschaftlichem Lernen verbunden.


Der Einstieg gelingt über eine Analyse des Symbols der UN-Flagge. In einem weiteren Schritt mit einer Rede von Papst Paul dem 6 vor den UN analysiert. Zudem wird die Skulptur Schwerter zu Pflugscharen untersucht und interpretiert. Hier sculptura basiert auf einem Vers aus Jesaja und wird mit den Zielen der UN verglichen. Diese Skulptur ist eine russische Produktion und wird vor dem Hintergrund sich verändernder russischer Politik gerade auch in Bezug auf den Ukrainekonflikt betrachtet.

In einem nachfolgenden Schritt wird die UN-Charta im Bezug auf die russische Ukraine Politik betrachtet.

Der nächste Schritt thematisiert die NATO. Einsatz der NATO im Ukraine Konflikt durch Sanktionen wird im Bezug zu den Vers aus Jesaja "Schwerter zu Pflugscharen" gesetzt. Es wird untersucht inwiefern die NATO ihrem Auftrag gerecht wird.

Im abschließenden Schritt wird das katholische Gesangbuch mit Liedtexten zu dem Motiv "Schwerter zu Pflugscharen" als Vorbild für einen eigenen Liedtext genutzt. Doch andere literarisch oder künstlerische Umsetzungen zum Ukraine Konflikt können zu einer Ausstellung zusammengefügt werden.

Material:

M1 Die UN

M2 Papst Paul VI. bei den UN

M3 Die UN-Charta

M4a Die NATO

M5 Projektarbeit

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