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Sandrine hilft Geflüchteten (3)

Der Krieg und ich | SWR Plus

Veröffentlichung:1.9.2019

Sandrine ist 13 Jahre alt, ihr Vater hilft Menschen bei der Flucht vor den Nationalsozialisten. Sandrine muss nicht nur ihr Zimmer für die Flüchtenden räumen, sondern auch die Aufmerksamkeit ihrer Eltern teilen. Plötzlich wird der Vater verhaftet, die Situation immer gefährlicher. Sandrine steht vor der Frage: Setzt sie für die jüdischen Flüchtlinge Daniel, Deborah und David das eigene Leben aufs Spiel?

Wie fühlt sich Krieg an? Und wie war es, im Zweiten Weltkrieg aufzuwachsen? Die achtteilige Serie "Der Krieg und ich" erzählt von Kindern und ihrem Leben im Krieg.

Das Video erzählt die Geschichte der französischen Jugendlichen Sandrine und ihrer Familie während der deutschen Besatzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen jüdische Flüchtlinge, die mit falschen Namen und Papieren versteckt werden müssen, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entkommen. Besonders eindrücklich zeigt das Video die Angst, Unsicherheit und ständige Bedrohung, unter denen die Menschen leben. Gleichzeitig thematisiert die Handlung Mut, Mitmenschlichkeit und Verantwortung. Sandrines Vater hilft gemeinsam mit seiner Kirchengemeinde verfolgten Menschen und beruft sich dabei auf christliche Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Trotz großer Gefahr entscheiden sich viele Dorfbewohner dazu, nicht wegzusehen, sondern anderen zu helfen. Das Medium verdeutlicht eindrucksvoll, wie Menschen auch in Zeiten von Gewalt und Unrecht Verantwortung übernehmen können.

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Das Video eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es zentrale Themen christlicher Ethik und menschlicher Verantwortung anschaulich vermittelt. Die Lernenden können sich mit Fragen nach Mut, Zivilcourage, Mitgefühl und Gewissensentscheidungen auseinandersetzen. Besonders bedeutsam ist die Verbindung von historischem Lernen mit religiösen Fragestellungen. Das Video zeigt, wie christliche Werte nicht nur theoretisch verkündet, sondern praktisch gelebt werden können. Methodisch bietet sich eine gemeinsame Sichtung ausgewählter Szenen oder der gesamten Folge an. Anschließend können zentrale Situationen im Unterrichtsgespräch analysiert werden, etwa die Entscheidung des Pfarrers, Flüchtlinge zu schützen, oder Sandrines innerer Konflikt zwischen Angst und Verantwortung. Die Lernenden können darüber diskutieren, wann Menschen Widerstand leisten sollten und welche Bedeutung Nächstenliebe in schwierigen Zeiten besitzt. Kreative Methoden wie Rolleninterviews, Tagebucheinträge, Perspektivwechsel oder Standbilder ermöglichen eine vertiefte emotionale und ethische Auseinandersetzung. Ebenso eignet sich das Medium zur Arbeit mit biblischen Texten über Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit und den Schutz Schwächerer. Das Beispiel der Gemeinde von Le Chambon verdeutlicht eindrucksvoll, wie gemeinschaftliches Handeln Menschenleben retten kann. Das Medium fördert historisches Lernen, Empathie und die Fähigkeit der Lernenden, menschenverachtende Ideologien kritisch zu hinterfragen und Verantwortung für andere Menschen wahrzunehmen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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