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Gemeinsam für Afrika e. V

Gemeinsam für Afrika e. V

Frieden

Veröffentlichung:1.1.2016

Die Unterrichtseinheit "Frieden" mit 36 Seiten und Materialien bietet sieben Themenfeldern 16 Übungen rund um das Thema Frieden an. Dabei wird auch Methoden für den Frieden sowie Definition von Diskriminierung, Flucht, Streit, Krieg und Frieden entwickelt.

Das Unterrichtsmaterial beschäftigt sich mit den Themen Frieden, Krieg, Flucht, friedliches Zusammenleben und globale Verantwortung. Das Medium verbindet friedenspädagogische Ansätze mit Globalem Lernen und richtet den Blick besonders auf den afrikanischen Kontinent. Die Materialien enthalten Hintergrundinformationen für Lehrkräfte, Unterrichtseinheiten, Projektbeispiele aus verschiedenen Ländern Afrikas sowie zahlreiche kreative und handlungsorientierte Aufgaben für Lernende. Thematisiert werden Friedenssymbole, Friedensvisionen, Fluchtursachen, Vorurteile, Konflikte und Möglichkeiten eines friedlichen Miteinanders im schulischen Alltag. Durch Geschichten, Rollenspiele, Gesprächsanlässe, Bastelangebote und Reflexionsaufgaben wird das abstrakte Thema Frieden kindgerecht und lebensnah erschlossen. Das Material zeigt dabei, dass Frieden mehr bedeutet als die Abwesenheit von Krieg und dass friedliches Zusammenleben aktiv gestaltet werden muss.


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Für den Religionsunterricht bietet die Unterrichtseinheit vielfältige didaktische und methodische Möglichkeiten. Die Materialien eignen sich besonders für den Einsatz in der Grundschule innerhalb der Themenfelder Frieden, Gemeinschaft, Verantwortung, Nächstenliebe, Menschenrechte und Zusammenleben in Vielfalt. Lernende werden ermutigt, eigene Erfahrungen mit Streit, Versöhnung und Gemeinschaft einzubringen und diese mit globalen Fragestellungen zu verbinden. Besonders wertvoll ist der lebensweltliche Zugang, da die Unterrichtseinheiten an den Erfahrungen der Kinder anknüpfen und gleichzeitig globale Perspektiven eröffnen. Im Unterricht können Gesprächskreise, Brainstormings, Mindmaps, Rollenspiele, kreative Gestaltungsaufgaben oder Memoryspiele eingesetzt werden, um Friedensvorstellungen sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Auseinandersetzung mit Friedenssymbolen, Friedensstifterinnen und Friedensstiftern oder Fluchtgeschichten ermöglicht empathisches Lernen und fördert Perspektivwechsel. Durch handlungsorientierte Methoden wie das Gestalten eigener Friedenssymbole oder das Entwickeln eines Werkzeugkastens für friedliches Miteinander werden Lernende aktiv beteiligt und in ihrer sozialen Kompetenz gestärkt. Besonders für den Religionsunterricht ist die Verbindung von ethischem Lernen, Friedenspädagogik und globalem Lernen bedeutsam, weil dadurch Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität, Mitverantwortung und Menschenwürde konkret erfahrbar werden. Das Material unterstützt zudem die Förderung einer sensiblen Gesprächskultur und eignet sich für fächerverbindendes Arbeiten mit Sachunterricht, Ethik oder Kunst.

Die Unterrichtsmaterialien „Frieden – Jedes Leben zählt“ sind in mehrere Themenbereiche und Unterrichtseinheiten gegliedert. Jede Einheit verbindet inhaltliches Lernen mit handlungsorientierten Methoden und eröffnet Lernenden altersgerechte Zugänge zum Thema Frieden.

Das Material „Was ist eigentlich Frieden?“ führt Lernende zunächst an den Friedensbegriff heran. Im Unterricht sammeln die Kinder eigene Vorstellungen von Frieden und setzen sich damit auseinander, dass Frieden mehr bedeutet als die bloße Abwesenheit von Krieg. Durch Gespräche, Brainstormings und Zitate lernen die Lernenden unterschiedliche Friedensvorstellungen kennen und entwickeln ein erstes Verständnis von Frieden als gesellschaftliche Aufgabe.

In der Unterrichtseinheit „Assoziationen zum Frieden“ überlegen Lernende gemeinsam, was Frieden für sie persönlich bedeutet. Im Unterricht entstehen Wortsammlungen, Gesprächskreise und kleine Umfragen. Die Kinder formulieren eigene Gedanken zu Frieden, vergleichen unterschiedliche Sichtweisen und erkennen die Bedeutung von Frieden für ihr eigenes Leben und die Gesellschaft.

Das „Friedenssymbol Memory“ arbeitet mit bekannten Friedenssymbolen wie Friedenstaube, Peace Zeichen oder Regenbogenfahne. Im Unterricht entdecken Lernende spielerisch verschiedene Friedenssymbole, sprechen über deren Bedeutung und gestalten eigene Friedenssymbole. Dabei werden kreative Zugänge mit symbolischem Lernen verbunden. Das Material eignet sich besonders für kreative Unterrichtsphasen und Gesprächsanlässe über Frieden und Hoffnung.

Das Kapitel „Krieg“ führt behutsam an das Thema Krieg und Gewalt heran. Lernende setzen sich mit den Ursachen und Folgen von Krieg auseinander und lernen Unterschiede zwischen Streit und Krieg kennen. Im Unterricht entstehen Mindmaps, Gesprächsrunden und Reflexionen über Gewalt, Angst und Konflikte. Dabei wird die politische Dimension von Krieg kindgerecht erklärt.

In der Einheit „Eindrücke von Streit und Krieg“ vergleichen Lernende persönliche Konflikte mit gesellschaftlichen und politischen Konflikten. Im Unterricht werden Erfahrungen gesammelt, Unterschiede zwischen Streit und Krieg besprochen und Bilder oder Gedankenlandkarten gestaltet. Die Lernenden erkennen, dass Krieg weitreichendere Folgen hat als alltägliche Konflikte.

Die Unterrichtseinheit „Auf der Flucht vor Krieg“ behandelt die Themen Flucht und Migration. Lernende beschäftigen sich mit Fluchtursachen und erfahren, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Im Unterricht wird mit Karten gearbeitet, Familiengeschichten werden betrachtet und die Rechte geflüchteter Menschen thematisiert. Ziel ist ein empathischer und sensibler Zugang zum Thema Flucht.

Das Kapitel „Friedensvisionen“ stellt Friedensstifterinnen und Friedensstifter sowie unterschiedliche Vorstellungen von Frieden vor. Lernende lernen Menschen kennen, die sich weltweit für Frieden einsetzen. Im Unterricht werden Biografien gelesen, Rollenspiele durchgeführt und Friedensideen gesammelt. Dadurch entwickeln die Lernenden eigene Vorstellungen davon, wie Frieden gestaltet werden kann.

In der Einheit „Werkzeugkasten Frieden“ überlegen Lernende gemeinsam, wie Konflikte friedlich gelöst werden können. Im Unterricht entstehen Ideensammlungen und Werkzeuge für friedliches Handeln. Die Kinder entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen respektvollen Umgang miteinander und reflektieren Möglichkeiten zur Konfliktlösung.

Das Kapitel „Friedliches Miteinander“ richtet den Blick auf das Zusammenleben in Schule und Alltag. Lernende setzen sich mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Gemeinschaft auseinander. Im Unterricht werden Situationen aus dem Schulalltag betrachtet, Teilhabe reflektiert und Möglichkeiten eines respektvollen Zusammenlebens entwickelt. Dabei stehen soziale Kompetenzen und Perspektivwechsel im Mittelpunkt.

Die Unterrichtseinheit „Werkzeugkasten friedliches Miteinander“ greift schließlich konkrete Ideen für ein gutes Zusammenleben auf. Lernende entwickeln gemeinsam Regeln, Strategien und Handlungsmöglichkeiten für einen respektvollen Umgang in der Klasse und Schule. Durch kreative Methoden und Gesprächsphasen werden Empathie, Rücksichtnahme und Verantwortung gefördert.


Der Einstieg gelingt über das Sammeln von Assoziationen zum Frieden. Es folgt ein Unterrichtsgespräch über das Wort Frieden und dessen Bedeutung. Impulsfragen dazu sind im Material enthalten.

In einem weiteren Schritt wird der Begriff Gewalt in seiner Beziehung zum Wort Frieden untersucht. Dazu wird ein Zitat vorgelesen. Zudem können über einen Link weitere Zitate zum Thema Frieden untersucht werden, um den Begriff noch weiter zu schärfen. Jeder Kompetenz der Lerngruppe kann dabei positiver und negativer Frieden definiert werden. Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, er sollte auch die Abwesenheit von Gewalt sein. Ansonsten wird er nicht dauerhaft stabil bleiben können, da der ursprüngliche Konflikt und die Gewalt nicht beseitigt wurden.

In einem weiteren Schritt wird das Wort Frieden Symbol didaktisch erarbeitet. Dazu werden Memorykarten mit Friedenssymbolen selbst gemalt. Im Material sind neun Friedenssymbole enthalten. Für jüngere Lerngruppen sind auch Bilder im Material enthalten, die ausgeschnitten werden können, um mit ihnen das Memory zu spielen.

In einem weiteren Schritt wird das Wort Frieden Symbol didaktisch erarbeitet. Dazu werden Memorykarten mit Friedenssymbolen selbst gemalt. Wie Material sind neun Friedenssymbole enthalten. Für jüngere Lerngruppen sind auch Bilder im Material enthalten, die ausgeschnitten werden können, um mit ihnen das Memory zu spielen.

Der nächste Schritt enthält einen bastel Auftrag für einen Papierkranich. Er ist ein japanisches Symbol für Frieden.

Der nachfolgende Schritt thematisiert Streit und Krieg auch anhand von Karten Materialien. Dabei fällt auf, dass der größte Teil der Länder in mehr oder weniger kriegerische Konflikte verstrickt ist. Die Zahl der nicht in Konflikte verwickelt Inländer ist im Kartenmaterial erkennbar klar in der Minderheit. Es findet in Gruppen ein Schreibgespräch / Placemat zu den Begriffen Streit und Krieg statt. Die gesammelten Gedanken werden in einer Mindmap über Unterkategorien an der Tafel geordnet. Ergebnisse werden in einem weiteren Schritt erneut den Übungen 6 und 8 verwendet. Ein weiterer Block von acht Impulsfragen thematisiert Informationen über Krieg, Kriege in Deutschland, folgen von Krieg und Erinnerungskultur. Anleitungen für ein Unterrichtsgespräch mit diesen Impulsen liegen ebenfalls bei.

Ein weiterer Schritt untersucht das Thema Flucht. Dazu werden die Rechte von Flüchtlingen über die Genfer Flüchtlingskonvention erarbeitet. Auch dies geschieht in einer Form, die in der Primarstufe geeignet ist. Eine weitere Gruppe von Impulsfragen leitet den Umgang mit den vorgelesenen Informationen an. Hier findet im Wesentlichen eine Textauswertung statt.

Der nächste Schritt thematisiert Friedens Vision über die Biografien beispielhafter Personen wie Nelson Mandela. In kleinen Gruppen wird eine Wandzeitung zu den sehr kurzen Biografien von vier Personen erstellt.

Weitere Impulsfragen erleichtern diesen Vorgang. Es ist möglich, jetzt so ein kurzes Rollenspiel zu entwickeln. Dabei wird die Person, die beschrieben wurde, selbst verkörpert und in der Ich-Form erzählt.

Der sich anschließende Schritt thematisiert eigene Möglichkeiten zum Einsatz für den Frieden. Ideen dazu werden in Gruppenarbeit gesammelt. Dazu können z. B. Verhandlungen oder Demonstration zählen. Drei Zitate von Mandela und Bischof Tutu zum Schaffen von Frieden werden dazu gemeinsam diskutiert.

In ein Material eines Werkzeugkastens werden die Ideen und Werkzeuge für den Frieden hineingemalt.

Ein weiterer Schritt untersucht den Begriff Diskriminierung und Vorurteile. Dazu wird eine Begriffsdefinition entwickelt. Der Ursprung von Vorurteilen wird untersucht. Eine Selbstreflexion zu eigenen Vorurteilen wird versucht.

Der nachfolgende Schritt untersucht Vorurteile im eigenen Lebensumfeld. Mögliche ungleiche Behandlung von Gruppen in der Schule ja dazu gesammelt. Möglichkeiten, ungleiche Behandlung zu beenden, werden gesammelt. Auch hier sind Impulsfragen im Material enthalten. Eine Teilhabe Checkliste in einem weiteren Material untersucht die Chancen Gleichheit von Kindern in der Schule. Dabei zeigt sich, dass viele Sprachen die Lernende sprechen, die von den Lehrern nicht gesprochen werden. Außerdem wird Inklusion über die Frage thematisiert, ob eingeschränkte Kinder alle Orte in der Schule erreichen können.

Als abschließender Schritt wird der Werkzeugkasten (das ausgedruckte Material dazu) in der Mitte eines Stuhlkreises gelegt. Dann können Ideen für ein besseres Zusammenleben in gemalter oder geschriebener Form in ihn hineingelegt werden. Durch diesen Schritt werden die in der Reihe besprochenen Inhalte erneuert, vergegenwärtigt und vertieft. Zudem wird besprochen, was in der Schule selbst verbessert werden kann, um Frieden und Sicherheit für alle Lernenden und Lehrer zu erreichen.

Material:

M 1 Was ist eigentlich Frieden? .................................................................... 7

UE 1 Assoziationen zum Frieden ................................................................... 10

UE 2 Friedenssymbol-Memory ....................................................................... 11

Projektbeispiel Quäker-Hilfe Stiftung, Südafrika ........................................... 12

M 2 Krieg ..................................................................................................... 15

UE 3 Eindrücke von Streit und Krieg .............................................................. 18

UE 4 Auf der Flucht vor Krieg ......................................................................... 19

Projektbeispiel action medeor, Demokratische Republik Kongo ................... 20

M 3 Friedensvisionen .................................................................................. 21

Projektbeispiele Kindernothilfe, Ruanda

Kinder Afrikas, Demokratische Republik Kongo ............................................ 23

UE 5 Friedensstifter_innen ........................................................................... 24

UE 6 Werkzeugkasten Frieden ...................................................................... 25

M 4 Friedliches Miteinander ....................................................................... 27

UE 7 Ein Blick auf uns und unsere Schule .................................................... 30

Projektbeispiel ADRA, Somalia ...................................................................... 31

UE 8 Werkzeugkasten friedliches Miteinander .............................................. 33

Hessen

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Primarstufe | Primarstufe 1/2

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 1/2).

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Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Rheinland-Pfalz

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