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Stiftung Friedensbildung

Stiftung Friedensbildung

Krieg in Ixland – Frieden in Bergistan

Ein Planspiel zur Friedensbildung ab Jahrgangsstufe 9

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtsstunde "Krieg in Ixland – Frieden in Bergistan" bietet auf 79 Seiten ein Rollenspiel zu einem fiktiven Konflikt an. Es ist Krieg in Ixland. Die Parteien des Rollenspiels sollen einen Weg zur Deeskalation finden und gemeinsam Meilensteine dazu vereinbaren.

Die Erarbeitung von Lösungsansätzen soll das Verständnis von Sicherheitspolitik und Frieden fördernden Maßnahmen ermöglichen. Ausführliche Rollenkarten und Erklärungen zum Ablauf für alle beteiligten Gruppen liegen bei.

Das Planspiel „Krieg in Ixland – Wem gehört Bergistan?“ ist ein umfangreiches Planspiel zur Friedensbildung für Lernende ab Jahrgangsstufe 9. Im Mittelpunkt steht der fiktive Konflikt zwischen der Regierung des Landes Ixland und der Bevölkerung der Region Bergistan. Ursachen des Konflikts sind soziale Ungleichheit, politische Ausgrenzung, wirtschaftliche Interessen sowie der Streit um wertvolle Rohstoffe. Verschiedene Gruppen vertreten unterschiedliche Interessen, darunter Regierung, Friedensinitiative, Bürgerinitiative, Bergrebellen, Wirtschaftsunternehmen, Lehrerinnen und Lehrer sowie kulturelle Vereinigungen. Ziel des Planspiels ist es, Friedensverhandlungen durchzuführen und gemeinsam Lösungen für den Konflikt zu entwickeln. Das Medium verbindet politische, soziale und ethische Fragestellungen und macht deutlich, wie komplex Konflikte entstehen und welche Schwierigkeiten friedliche Konfliktlösungen mit sich bringen. Besonders hervorzuheben ist die lebensnahe Darstellung von Machtverhältnissen, Ungerechtigkeit, Gewaltspiralen und Friedensprozessen.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Planspiel in besonderer Weise zur Friedensbildung und zur Förderung ethischer Urteilsfähigkeit. Lernende setzen sich aktiv mit Konflikten, Gewalt, Gerechtigkeit, Verantwortung und Versöhnung auseinander und erleben durch die Übernahme von Rollen unterschiedliche Perspektiven. Das Medium ermöglicht handlungsorientiertes Lernen und fördert Empathie, Kommunikationsfähigkeit und demokratische Kompetenzen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine gemeinsame Einführung in die Konfliktgeschichte von Ixland und Bergistan. Anschließend werden die Rollen verteilt und die Lernenden arbeiten die Interessen, Ängste und Ziele ihrer jeweiligen Gruppen heraus. Besonders wichtig ist eine intensive Vorbereitungsphase, damit die Lernenden ihre Rollen sicher vertreten können. Während der Verhandlungen diskutieren die Gruppen ihre Forderungen, schließen Bündnisse und suchen nach Kompromissen. Die Friedensinitiative oder der Ältestenrat übernimmt die Moderation der Gespräche und achtet auf Gesprächsregeln sowie respektvolle Kommunikation. Das Planspiel eignet sich hervorragend, um Mechanismen von Konflikteskalation und Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung sichtbar zu machen. Im Religionsunterricht lassen sich zahlreiche Bezüge zur christlichen Friedensethik, zur Bergpredigt, zur Gewaltfreiheit, zur Menschenwürde und zur Verantwortung für gerechtes Zusammenleben herstellen. Besonders wertvoll ist die anschließende Reflexionsphase, in der Lernende ihre Erfahrungen auswerten und mit realen Konflikten vergleichen können. Dabei können Fragen nach Macht, sozialer Gerechtigkeit, Ausgrenzung, Vorurteilen und friedlicher Konfliktlösung vertieft werden. Das Medium fördert Perspektivübernahme, politische Bildung und die Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Konflikte differenziert zu betrachten. Aufgrund der Vielschichtigkeit und der emotionalen Dynamik eignet sich das Planspiel besonders für ältere Lernende der Sekundarstufe sowie für fächerübergreifenden Unterricht mit Politik, Geschichte oder Sozialkunde.

Material: Einführungsfilm

Zu Beginn des Unterrichts wird ein kurzer Einführungsfilm gezeigt. Dieser vermittelt die Konfliktgeschichte von Ixland und Bergistan und schafft einen emotionalen sowie inhaltlichen Einstieg in das Planspiel. Die Lernenden erhalten erste Informationen über soziale Ungleichheit, Gewalt, Rohstoffkonflikte und politische Spannungen. Dadurch wird Interesse geweckt und die Ausgangslage verständlich gemacht.

Material: Konfliktgeschichte „Krieg in Ixland – Wem gehört Bergistan?“

Die Konfliktgeschichte beschreibt ausführlich die Entstehung und Entwicklung des Konflikts zwischen Regierung, Landbevölkerung und Rebellen. Lernende lesen den Text in ihren Gruppen und erarbeiten Ursachen, Interessen und Konfliktdynamiken. Dabei erkennen sie Zusammenhänge zwischen sozialer Ungerechtigkeit, politischer Ausgrenzung und Gewalt.

Material: Rollenbeschreibungen

Jede Gruppe erhält eine ausführliche Rollenkarte mit Hintergrundinformationen, Interessen und Forderungen. Vertreten sind unter anderem Regierung, Bergrebellen, Bürgerinitiative, Friedensinitiative, Lehrerinnen und Lehrer oder Wirtschaftsunternehmen. Die Lernenden arbeiten die Ziele ihrer Gruppe heraus und bereiten ihre Position für die Verhandlungen vor. Dadurch wird Perspektivübernahme gefördert.

Material: Einladungsschreiben zu den Friedensgesprächen

Die Friedensinitiative oder der Ältestenrat verteilt Einladungsschreiben an alle Gruppen. Dadurch beginnt offiziell die Verhandlungsphase. Das Material schafft einen realitätsnahen Rahmen für die Friedensgespräche und stärkt die Atmosphäre des Planspiels.

Material: Landkarte von Ixland

Die Landkarte zeigt die geografische Lage von Ixland, Bergistan und den Nachbarregionen. Lernende orientieren sich räumlich und erkennen die Bedeutung von Rohstoffvorkommen, Grenzregionen und wirtschaftlichen Zentren für den Konflikt. Die Karte unterstützt das Verständnis politischer und wirtschaftlicher Zusammenhänge.

Material: Namensschilder und Tischkarten

Die Lernenden erhalten Namensschilder und Tischkarten für ihre Gruppenrollen. Dadurch wird die Identifikation mit der jeweiligen Rolle gestärkt und die Verhandlungssituation wirkt realistischer. Gleichzeitig behalten alle Beteiligten den Überblick über die unterschiedlichen Gruppen.

Material: Debattenregeln

Die Debattenregeln strukturieren die Gespräche und sorgen für respektvolle Kommunikation während der Friedensverhandlungen. Lernende üben Gesprächsführung, Zuhören, Argumentieren und demokratische Diskussionskultur. Besonders wichtig ist dabei der faire Umgang mit unterschiedlichen Meinungen.

Material: Friedensvertrag

Am Ende des Planspiels wird ein gemeinsamer Friedensvertrag formuliert und unterschrieben. Die Lernenden entwickeln Kompromisse und halten ihre Vereinbarungen schriftlich fest. Dadurch erfahren sie, wie schwierig, aber auch wichtig Verhandlungen und Kompromissfindung für Friedensprozesse sind.

Material: Konfliktanalyse

Die ausführliche Konfliktanalyse hilft den Lernenden dabei, den Konflikt systematisch zu untersuchen. Thematisiert werden Ursachen, Machtverhältnisse, Konfliktdynamiken, Gewaltformen und Interessen der Beteiligten. Dieses Material eignet sich besonders für die Nachbereitung und Vertiefung des Planspiels. Lernende reflektieren dabei auch reale Konflikte und vergleichen diese mit Ixland.

Material: Friedensdefinitionen

Die Lernenden setzen sich mit unterschiedlichen Friedensbegriffen auseinander, beispielsweise Frieden als Gewaltfreiheit oder Frieden als soziale Gerechtigkeit. Dadurch erkennen sie, dass Frieden unterschiedliche Bedeutungen haben kann und eng mit Menschenrechten und Gerechtigkeit verbunden ist.

Material: Weltkarte

Die Weltkarte unterstützt Gespräche über internationale Konflikte, Rohstoffverteilung und globale Verantwortung. Lernende übertragen die Konfliktstruktur von Ixland auf reale weltpolitische Situationen und reflektieren globale Zusammenhänge.

Material: Ablaufplan zur Nachbereitung

Nach dem Rollenspiel reflektieren die Lernenden ihre Erfahrungen. Sie diskutieren Fragen nach Macht, Gewalt, Gerechtigkeit und Konfliktlösung. Dabei wird thematisiert, welche Entscheidungen zu Frieden oder Eskalation geführt haben und welche Parallelen zu realen Konflikten bestehen.

Material: Projekte zur Friedensbildung

Das Medium stellt zusätzlich reale Projekte der Friedensarbeit vor, darunter „Die Tafel“, „Rock Your Life“ oder „CRISP“. Lernende erkennen dadurch, dass Friedensarbeit und gesellschaftliches Engagement auch im Alltag möglich sind. Dies eröffnet handlungsorientierte Zugänge zu sozialem Engagement und Verantwortung.


Der Einstieg gelingt über die Erarbeitung eines Friedensbegriffs über eine Seite mit Zitaten.

Ein Eskalationsmodell zeigt den bisherigen Konflikt der Gruppen auf.

Die Rollenkarten beginnen ab Seite 21. Jede Rollenkarte enthält Aufträge zur Formulierung eigener Ziele und Forderungen.

Die vertretenen Gruppen sind:

1. Fortschritts- und Wohlstandspartei, 2. Metall AG Ixland, 3. Bürgerinitiative Bergistan, 4. Bergrebellen, 5. Ixland People for Peace, 6. Heimatverein Bergblume (optional), 7. LehrerInnen-Netzwerk (optional), 8. Der Ältestenrat (optional).

Ausdruckbare Schilder für die Vertreter aller Gruppen sind enthalten.

Methoden:

Rollenspiel

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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