Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Friedensbildung und zur ethischen Reflexion über Krieg, Gewalt und Menschlichkeit. Das Video eröffnet vielfältige Gesprächsanlässe über Angst, Hoffnung, Solidarität, Flucht, Verantwortung und die Bedeutung von Frieden. Lernende können sich mit den persönlichen Erfahrungen der dargestellten Menschen auseinandersetzen und dadurch Empathie entwickeln. Aufgrund der emotionalen Intensität sollte das Video sensibel und altersgerecht eingesetzt werden. Empfehlenswert ist eine Auswahl einzelner Sequenzen, die gemeinsam angeschaut und anschließend reflektiert werden. Besonders geeignet sind Gesprächskreise, stille Schreibimpulse, Tagebucheinträge aus der Perspektive einzelner Personen oder kreative Methoden wie Bildgestaltung und Friedensgebete. Auch Gruppenarbeiten zu den unterschiedlichen Personen des Videos bieten sich an, damit Lernende verschiedene Perspektiven wahrnehmen können. Im Religionsunterricht lassen sich Verbindungen zur christlichen Friedensethik, zur Nächstenliebe, zur Verantwortung für Schwächere sowie zur Frage nach Hoffnung in Krisenzeiten herstellen. Ebenso kann über die Bedeutung von Flucht und Schutz für Menschen gesprochen werden. Das Medium fördert nicht nur politische und ethische Urteilsbildung, sondern auch Mitgefühl und die Fähigkeit zur Perspektivübernahme. Lehrkräfte sollten ausreichend Raum für Emotionen, Fragen und persönliche Gedanken der Lernenden schaffen, da einzelne Szenen belastend wirken können. Besonders in höheren Klassen der Sekundarstufe eignet sich das Video als Ausgangspunkt für Diskussionen über Frieden in Europa, Verantwortung der internationalen Gemeinschaft und die Bedeutung menschlicher Solidarität.