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Universität Halle

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Konfliktanalyse „Ukraine-Krise

Veröffentlichung:1.1.2014

Die Unterrichtssequenz "Konfliktanalyse „Ukraine-Krise“" mit 28 Seiten und 13 Materialen thematisiert die gewaltfreie Konfliktlösung zwischen Ukraine, Russland und NATO über ein Rollenspiel. Ausführliche kleingedruckte Rollenkarten mit je einer Seite Länge liegen bei.

Das Material zur Konfliktanalyse der Ukraine Krise bietet eine umfangreiche Sammlung von Texten, Aufgabenstellungen, Rollenkarten und Arbeitsmaterialien zur politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen der Ukraine, Russland sowie westlichen Staaten. Die Materialien führen Lernende schrittweise in die Ursachen, Hintergründe und Folgen des Konflikts ein. Dabei werden historische Entwicklungen, politische Interessen, Fragen des Völkerrechts sowie die Perspektiven betroffener Menschen berücksichtigt. Besonders hervorzuheben ist der multiperspektivische Ansatz: Unterschiedliche Sichtweisen der Konfliktparteien werden dargestellt und in einem Konferenzspiel praktisch erfahrbar gemacht. Die Materialien verbinden Sachinformationen mit handlungsorientierten Methoden und ermöglichen dadurch eine intensive Beschäftigung mit Krieg, Frieden, Machtpolitik und internationaler Verantwortung.

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Der Einstieg gelingt über die Erarbeitung eines Informationstextes mit grundlegenden Kenntnissen zum Konfikt in der Ukraine und den beteiligten Parteien. Das Material ist zwei Phasen in Einzelarbeit und folgender Besprechung in Gruppenarbeit angelegt. Dort werden die Ergebnisse verdichtet und auf ein Plakat übertragen. Dann findet die Präsentation statt.

In einem weiteren Schritt werden die Ziele der Konfliktparteien analysiert. Dies geschieht erneut zuerst in Einzelarbeit und dann in Gruppenarbeit zum Vergleich der Ergebnisse. Die fünf beteiligten Parteien sind Russland, Ukraine, Separatisten, EU und USA, sowie die NATO.

Der nachfolgende Schritt untersucht die historischen Grundlagen des Konfliktes in der Ukraine. Auch dir wird er Leute in Einzelarbeit analysiert und dann in der Gruppe verglichen. Die geschichtlichen Wurzeln von Russland Ukraine an werden dabei bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt. Die russische Stadtkultur entstand aus den Städten der Ukraine, besonders aus Kiew. Der größte historische Konflikt war die durch die Sowjetunion ausgelöste Hungersnot während der russischen Revolutionszeit. Bedingt dadurch kollaboriert and Teile der Ukraine mit dem Dritten Reich im Zweiten Weltkrieg. Auch die Geschichte der Krim nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg wird thematisiert. Das Heckklappe Aluschaft zwei DIN A4 Seiten. Ein Lösungsmaterial ebenfalls bei.

Ein weiterer Schritt untersucht die Meinungen verschiedener Personengruppen in der Ukraine zum Konflikt. Erneut wird die Kombination aus Einzelarbeit und Gruppenarbeit angewendet.

Der nächste Schritt thematisiert das Völkerrecht und die Legitimation der Konfliktparteien.

Während sich die ukrainische Staat auf die Unverletzlichkeit seines Staatsgebietes beruft, argumentiert Russland mit dem Schutz seiner Staatsbürger in diesem Gebiet. Dabei nimmt Russland an das die Ukraine nicht in der Lage oder willens ist diese Bevölkerung zu schützen. Deshalb reklamiert Russland für sich das Recht eigene Truppen einzusetzen um diese Schutz zu gewährleisten. Artikel der UN Charta werden herangezogen um beide Positionen nach Möglichkeit zu belegen.

Im nachfolgenden Schritt beginnt ab Material sieben ein Rollenspiel. In diesem Spiel werden die bereits erarbeiteten Informationen genutzt, um argumentativ die Rollen der Ukraine, der Separatisten, Russlands, der EU und der NATO zu vertreten. Rollenkarten mit je einer Seite liegen erneut grundsätzliche Einstellungen und Argumentationsmuster da.

Zur Vorbereitung der Gruppen legen diese die generelle Verhandlungsbereitschaft ihrer Gruppe fest: gar nicht kompromissbereit, etwas kompromissbereit, oder gut kompromissbereit. Mögliche Kompromiss Lösungen, welche due eigene vertretende Gruppe unterstützen könnte, werden entwickelt. Dann werden Vertreter in eine Podiumsdiskussion entsandt. In der Podiumsdiskussion wird auf die festgelegten Ziele der eigenen Gruppe hingearbeitet und entsprechend argumentiert. Als Lösungs Material ist eine Kopie des Minsker Protokolls von 2014 beigelegt. Darin zeigen sich die gefundenen Kompromisse. Diese können mit den Ergebnissen der Podiumsdiskussion verglichen werden. Die Unterschiede werden ermittelt und diskutiert.

Didaktisch eignet sich das Material besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe I und II im Religionsunterricht, Ethikunterricht oder Politikunterricht. Die Lernenden können anhand konkreter Konfliktsituationen Fragen nach Frieden, Gerechtigkeit, Verantwortung und Menschenwürde reflektieren. Der Einstieg über eine Bildcollage aktiviert Vorwissen und fördert erste Deutungen. In arbeitsteiligen Gruppenphasen analysieren die Lernenden historische, politische und gesellschaftliche Aspekte des Konflikts und entwickeln dabei Urteilskompetenz sowie Perspektivwechsel. Besonders gewinnbringend ist das Konferenzspiel mit Rollenkarten, da die Lernenden unterschiedliche Positionen übernehmen und dadurch diplomatische Prozesse nachvollziehen können. Methodisch bietet sich eine Kombination aus Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Präsentation und Diskussion an. Auch Formen des kooperativen Lernens, der kontroversen Debatte sowie kreative Schreibaufträge oder Friedensgebete können den Unterricht ergänzen. Im Religionsunterricht lassen sich zusätzlich Bezüge zur christlichen Friedensethik, zur Frage gerechter Konfliktlösungen sowie zur Verantwortung der internationalen Gemeinschaft herstellen. Lehrkräfte sollten die Materialien jedoch stets aktualisieren und gemeinsam mit den Lernenden kritisch reflektieren, da sich die politische Lage fortlaufend verändert. Die Materialien fördern insbesondere Empathie, Friedensbildung, politische Urteilskraft und demokratische Gesprächskultur.

Die Materialien zur Konfliktanalyse der Ukraine Krise sind in mehrere thematische Bausteine gegliedert und führen die Lernenden Schritt für Schritt durch die Analyse eines internationalen Konflikts. Dabei wechseln sich Informationsphasen, Gruppenarbeiten, Diskussionen und handlungsorientierte Methoden ab.

Material 1: „Was ist eigentlich in der Ukraine los?“

Die Lernenden betrachten eine Collage mit Karten, Symbolen und Bildern zur Ukraine Krise. Im Unterricht sammeln sie erste Eindrücke, Vermutungen und Fragen zum Konflikt. Dadurch wird Vorwissen aktiviert und Interesse geweckt. Die Lehrkraft nutzt die spontane Diskussion als Einstieg in das Thema.

Material 2: „Was ist geschehen? Worum geht es in dem Konflikt? Welche Konfliktparteien haben welche Interessen?“

Die Lernenden arbeiten mit Informationstexten zur Entstehung des Konflikts, zur Krim Krise und zu den Interessen Russlands, der Ukraine, der EU und der NATO. Im Unterricht analysieren sie Ursachen und Ziele der Konfliktparteien. Anschließend werden Ergebnisse in Gruppen präsentiert und diskutiert. Dadurch entwickeln die Lernenden politische Urteilskompetenz und lernen unterschiedliche Perspektiven kennen.

Material 3: „Welche Konfliktparteien haben welche Möglichkeiten?“

Hier untersuchen die Lernenden militärische, wirtschaftliche und politische Machtmittel der Konfliktparteien. Im Unterricht vergleichen sie Armeen, wirtschaftliche Abhängigkeiten sowie Sanktionen und diskutieren die Auswirkungen auf Frieden und Weltwirtschaft. Die Lernenden erkennen, wie Macht und Interessen internationale Politik beeinflussen.

Material 4: „Welche Rolle spielt die Geschichte in dem Konflikt?“

Die Lernenden setzen sich mit historischen Hintergründen auseinander, etwa mit der Sowjetunion, dem Kalten Krieg oder der Teilung der Ukraine in westliche und östliche Prägungen. Im Unterricht wird deutlich, wie Geschichte bis heute politische Einstellungen und Konflikte beeinflusst. Die Lernenden arbeiten historische Ursachen heraus und reflektieren die Bedeutung von Erinnerung und Identität.

Material 5: „Wie ist der Konflikt aus Sicht der betroffenen Menschen zu beurteilen?“

Anhand eines Zeitungsartikels über eine Flüchtlingsfamilie lernen die Lernenden die menschlichen Folgen des Krieges kennen. Im Unterricht sprechen sie über Angst, Flucht, Gewalt und Leid der Zivilbevölkerung. Besonders im Religionsunterricht lassen sich hier Fragen nach Menschenwürde, Frieden und Mitgefühl vertiefen.

Material 6: „Welche Regelungen des Völkerrechts ermöglichen oder beschränken das Handeln der Konfliktparteien?“

Die Lernenden beschäftigen sich mit der UN Charta und mit Fragen des internationalen Rechts. Im Unterricht analysieren sie, welche Handlungen erlaubt oder verboten sind und wie Russland, die Ukraine sowie westliche Staaten ihre Positionen begründen. Dadurch lernen die Lernenden Grundlagen des Völkerrechts und der internationalen Friedensordnung kennen.

Material 7: „Die Konfliktparteien suchen nach einer Lösung“

Dieses Material führt in ein Konferenzspiel ein. Die Lernenden übernehmen Rollen verschiedener Konfliktparteien und suchen gemeinsam nach einer Lösung des Konflikts. Dabei erleben sie diplomatische Verhandlungen und üben Argumentation, Kompromissfähigkeit und Perspektivwechsel ein.

Material 8 bis 12: Rollenkarten

Die Rollenkarten enthalten die Positionen und Interessen der Ukraine, der prorussischen Separatisten, Russlands, der EU sowie der NATO und USA. Im Unterricht bereiten sich die Lernenden auf die Konferenz vor, entwickeln Argumente und überlegen mögliche Kompromisse. Dadurch wird politisches Handeln praktisch nachvollziehbar.

Material 13: Minsker Protokoll

Die Lernenden analysieren Auszüge aus dem Minsker Protokoll zur Friedenssicherung. Im Unterricht vergleichen sie die tatsächlichen politischen Vereinbarungen mit ihren eigenen Ergebnissen aus dem Rollenspiel. Dadurch reflektieren sie Chancen und Grenzen diplomatischer Friedensbemühungen.

Material:

M1 Was ist eigentlich in der Ukraine los?

M2 Was ist geschehen? Worum geht es in dem Konflikt? Welche Konfliktparteien haben welche Interessen?

M3 Welche Konfliktparteien haben welche Möglichkeiten? Wie sind sie mit Blick auf den Weltfrieden und die Wirtschaft zu beurteilen?

M4 Welche Rolle spielt die Geschichte in dem Konflikt?

M5 Wie ist der Konflikt aus Sicht der betroffenen Menschen in der Region zu beurteilen?

M6 Welche Regelungen des Völkerrechts ermöglichen beziehungsweise beschränken das Handeln der Konfliktparteien?

M7 Die Konfliktparteien suchen nach einer Lösung

M8 Rollenkarte für die Vertreter der Ukraine

M9 Rollenkarte für die Vertreter der prorussischen Separatisten

M10 Rollenkarte für die Vertreter Russlands

M11 Rollenkarte für die Vertreter der EU

M12 Rollenkarte für die Vertreter der NATO / USA

M13 Minsker Protokoll 2014

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