Billige Massenware in der Modebranche nennt man auch "Fast Fashion" - schnell produziert, schnell konsumiert und schnell wieder vergessen. Die Lösung dafür könnte das nachhaltige Pendant "Fair Fashion" sein: Faire Produktion bedeutet, dass die Menschen, die an der Produktion beteiligt, selbstbestimmt agieren, von ihrer Arbeit leben können und durch die Tätigkeit keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.
Aber sieht das genau in der Praxis aus? Wie aufwendig ist es eigentlich nachhaltig und umweltfreundlich zu produzieren? Julia Rehkopf begibt sich auf die Suche nach fairen Alternativen in der Modewelt. Dazu begleitet sie das Berliner Start-Up Blue Ben, die das erste Sweatshirt aus 100% Buchenfaser herstellen – und dafür fast zwei Jahre brauchten, weil sie ohne Baumwolle und Polyester produzieren. Bei einer Aktion von der "Kampagne für Saubere Kleidung" erlebt sie Aktivisten, die H&M vorwerfen, in der Modeproduktion nicht genug für faire Arbeitsbedingungen zu tun. Und die Betreiberinnen der Website Projekt CeCe befinden sich an der Grenze zwischen Business und Aktivismus: Sie wollen die Menschen zum Umdenken bewegen – auf ihrer Plattform bieten sie Fair Fashion verschiedener Anbieter zum Kauf an.
Transparenz: Julia Rehkopf hat sich im April 2018 selbst an der ersten Crowdfunding-Kampagne von Blue Ben finanziell beteiligt.