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3 sat | Scobel

3 sat | Scobel

Was „Ich denke, also bin ich” heute heißt – Descartes

Veröffentlichung:8.12.2021

Existiere ich? Oder ist das alles nur Einbildung? Gert Scobel hinterfragt und analysiert Descartes berühmten Satz "Ego cogito, ergo sum." Mit ihm prägte Descartes das Verständnis der Trennung von Leib und Seele in ihrer modernen Ausprägung. Mit seinem Dualismus-Beweis gilt er als Mitbegründer einer Philosophie des Geistes. Mithilfe der Figur Harry Potters erklärt Scobel zentrale Widersprüche in Descartes Leib-Seele-Problematik. Und er zeigt auf, dass die Moderne des westlichen Denkens da beginnt, wo auch die Weisheitstraditionen Asiens ihren Ausgangspunkt haben. Nämlich in der Meditation.

Das Video stellt René Descartes’ berühmten Satz „Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich“ vor und erklärt seine Bedeutung für den Beginn neuzeitlichen Denkens. Im Zentrum stehen Descartes’ radikaler Zweifel, die Suche nach sicherer Erkenntnis, die Ich-Perspektive des Denkens sowie der daraus entstandene Leib-Seele-Dualismus. Anschaulich wird dies unter anderem durch den Vergleich mit Harry Potter, durch biografische Hinweise zu Descartes und durch die Frage, ob Denken wirklich unabhängig vom Körper verstanden werden kann.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Auseinandersetzung mit Menschenbild, Bewusstsein, Seele, Körperlichkeit und Wahrheitssuche. Lernende können zunächst den Satz „Ich denke, also bin ich“ deuten und mit eigenen Vorstellungen von Identität verbinden: Bin ich vor allem Körper, Geist, Seele, Bewusstsein, Beziehung oder Geschöpf Gottes? Methodisch bieten sich eine Begriffsarbeit zu Denken, Zweifel, Wahrheit, Gewissheit, Körper und Seele, ein philosophisches Gespräch zur Frage „Was macht mich zu mir?“ oder eine Gegenüberstellung von Descartes’ Dualismus mit biblisch-christlichen Menschenbildern an. Besonders fruchtbar ist die kritische Diskussion, ob der Mensch im Religionsunterricht eher als Einheit von Leib und Seele, als Ebenbild Gottes oder als autonom denkendes Subjekt verstanden wird. Das Medium kann in der Sekundarstufe II eingesetzt werden, eignet sich aber in gekürzter Form auch für leistungsstarke Lerngruppen der Sekundarstufe I. Es eröffnet zudem Zugänge zu Themen wie Gottesbeweis, Zweifel im Glauben, Meditation, Erkenntnis, moderne Wissenschaft und medizinethische Fragen. Wichtig ist, die philosophische Komplexität didaktisch zu reduzieren und zentrale Sequenzen gezielt auszuwählen, etwa Descartes’ Zweifel, den Harry-Potter-Vergleich oder die Kritik am Leib-Seele-Dualismus.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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