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3 sat | Scobel

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Vorbestimmtes Leben – was ist dran? Existenzialismus

Veröffentlichung:4.12.2021

Ist das Leben so ausweglos und absurd, wie viele Philosophen des Existenzialismus dies nahelegen? Eine überraschende Wendung im Leben kann uns gelegentlich aufzeigen, dass es der Coolness eines Waschbärs bedarf, um aus dem Gedankenkreisen herauszukommen. Diesmal nimmt Gert Scobel Kafkas „Kleine Fabel“ zum Anlass, um uns ein paar Ideen der Existenzphilosophie nahe zu bringen: »Ach«, sagte die Maus, »die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.« – »Du musst nur die Laufrichtung ändern«, sagte die Katze und fraß sie.

Das Medium führt in die Existenzphilosophie ein und fragt, ob das Leben sinnlos ist oder ob menschliche Entscheidungen notwendig in Sackgassen führen. Ausgehend von Kafka, Kierkegaard, Sartre, Camus und weiteren Denkern deutet das Video existenzielle Erfahrungen wie Angst, Freiheit, Tod, Absurdität, Trauer und Sinnsuche. Die Geschichte von Kafkas Maus steht dabei für Enge, Ausweglosigkeit und Sinnlosigkeit; die Begegnung mit dem Waschbären wird zum Gegenbild: Das Leben bleibt offen für Überraschung, Wendung und neue Deutung.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Arbeit an Sinnfragen, Menschenbild, Freiheit und Hoffnung. Lernende können zunächst eigene Erfahrungen von Ausweglosigkeit, Entscheidungsdruck oder überraschenden Wendungen reflektieren und diese mit biblischen Hoffnungsbildern, Klagepsalmen, Auferstehungsglauben oder der Frage nach Gottes Gegenwart in Krisen verbinden. Methodisch bieten sich ein Schreibgespräch zur Leitfrage „Ist das Leben sinnlos?“, eine Bild- oder Symbolarbeit zu Maus, Katze und Waschbär sowie eine arbeitsteilige Erschließung existenzphilosophischer Positionen an. Wichtig ist eine sensible Rahmung, da Themen wie Depression, Trauer und Sinnlosigkeit angesprochen werden; Lehrkräfte sollten Gesprächsregeln klären und Hilfsangebote benennen. Das Video kann in der Sekundarstufe II, teilweise auch in leistungsstarken Lerngruppen der Sekundarstufe I, eingesetzt werden, etwa in Reihen zu Anthropologie, Theodizee, Hoffnung, Freiheit, Tod und Auferstehung. Es eröffnet die Möglichkeit, philosophische Sinnskepsis nicht vorschnell religiös aufzulösen, sondern mit christlichen Perspektiven auf Hoffnung, Vertrauen und verantwortliches Handeln ins Gespräch zu bringen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

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