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Bibelprojekt

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Buchvideo: Ester

Veröffentlichung:8.11.2019

Das Buch Esther erzählt eine spannungsreiche Geschichte über eine jüdische Gemeinschaft im persischen Exil. Im Mittelpunkt stehen Esther und Mordechai, die in Susa, der Hauptstadt des Perserreiches, leben. Als der machthungrige Haman einen Erlass erwirkt, nach dem alle Juden im Reich getötet werden sollen, geraten Esther und ihr Volk in höchste Gefahr. Esther, die inzwischen Königin geworden ist, muss entscheiden, ob sie ihre jüdische Identität offenlegt und beim König für ihr Volk eintritt – obwohl sie damit ihr eigenes Leben riskiert. Durch eine Reihe überraschender Zufälle, ironischer Wendungen und mutiger Entscheidungen wird Hamans Plan umgekehrt: Mordechai wird erhöht, Haman stürzt, und das jüdische Volk wird gerettet. Auffällig ist, dass Gott im gesamten Buch nicht ein einziges Mal ausdrücklich erwähnt wird. Gerade dadurch lädt das Buch dazu ein, nach Gottes verborgenem Wirken inmitten von Chaos, Machtmissbrauch und moralischer Mehrdeutigkeit zu fragen. Die Entstehung des Purimfestes erinnert bis heute an diese Rettungsgeschichte.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenfelder „Judentum“, „Exil“, „Gottes verborgenes Wirken“, „Mut und Verantwortung“, „Identität“ und „Machtmissbrauch“. Die dramatische Erzählstruktur des Buches ermöglicht Lernenden einen lebendigen Zugang zu biblischer Erzählkunst. Besonders geeignet ist das Medium, um über Zivilcourage, gefährdete Minderheiten, Ausgrenzung und die Verantwortung Einzelner in Krisensituationen zu sprechen. Die Figur Esther eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Identität, Mut und Entscheidungssituationen: Wann ist es notwendig, Stellung zu beziehen? Welche Risiken gehen Menschen ein, wenn sie für andere eintreten? Methodisch bieten sich Rollenspiele, Standbilder, Schreibaufgaben aus der Perspektive Esthers, Mordechais oder Hamans sowie die Analyse der vielen Umkehrungen im Erzählverlauf an. Auch die Frage, warum Gott im Buch nicht genannt wird, kann für theologische Gespräche über Vorsehung, Vertrauen und Zweifel genutzt werden. Zugleich ermöglicht das Buch eine kritische Reflexion moralisch ambivalenter Figuren und zeigt, dass biblische Personen nicht immer einfache Vorbilder sind. Das Medium eignet sich außerdem für interreligiöses Lernen, da es das Purimfest und jüdische Erinnerungskultur erschließt. Lernende werden angeregt, über Hoffnung, Verantwortung und Gottes Wirken auch dort nachzudenken, wo es zunächst verborgen bleibt.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 1. Gottesvorstellungen und Gottesbilder.

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