Für den Religionsunterricht eignet sich das Video sehr gut, um Kinderarbeit, Menschenwürde, Kinderrechte, Armut, Bildungsgerechtigkeit und Hoffnung lebensnah zu thematisieren. Lernende begegnen Ridoy nicht nur als Opfer von Ausbeutung, sondern als Kind mit Träumen, Stärken, Freundschaften und Zukunftswünschen. Dadurch wird Empathie gefördert und eine einseitige Betrachtung vermieden. Didaktisch kann das Medium als Zugang zu den Themen Gerechtigkeit, Verantwortung, globale Lieferketten und Recht auf Bildung eingesetzt werden. Vor der Sichtung können Lernende überlegen, welche Rechte ein Kind zum guten Leben braucht und welche Produkte möglicherweise mit Kinderarbeit verbunden sind. Während der Sichtung bieten sich Beobachtungsaufträge an, etwa zu Ridoys Alltag, seinen Gefühlen, den Gefahren der Arbeit, der Rolle der Familie, der Bedeutung von Bildung und den Momenten der Hoffnung. Nach der Sichtung kann eine ethische Urteilsbildung erfolgen, die christliche Perspektiven wie die Würde jedes Menschen, den Schutz der Schwachen, Nächstenliebe und Gerechtigkeit einbezieht. Methodisch eignen sich Tagebucheinträge aus Ridoys Sicht, Standbilder zu Arbeit und Hoffnung, ein Vergleich mit der UN Kinderrechtskonvention, eine Diskussion über faire Produktion oder ein Lernplakat zum Recht auf Bildung. Besonders wichtig ist eine sensible Begleitung, weil das Medium Armut, Gewalt und gefährliche Arbeit zeigt. Die Lehrkraft sollte Raum für Gefühle geben und zugleich Handlungsmöglichkeiten eröffnen, etwa bewusstes Konsumverhalten, Informationsarbeit, Unterstützung fairer Initiativen oder schulische Projekte zu Kinderrechten.