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Hexenwahn - Die Dokumentation

Veröffentlichung:2.9.2020

Zu Beginn der frühen Neuzeit wurden in Europa Zehntausende angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besonders hell loderten die Feuer in Deutschland.

Das Video behandelt die Hexenverfolgung in Deutschland im 17. Jahrhundert. Zwischen 1612 und 1630 wurden allein in Bamberg etwa 1000 Menschen als Hexen verbrannt. Der fürstbischöfliche Herrscher von Bamberg, Johann Georg Fuchs von Dornheim, ging mit großer Härte gegen die angeblichen Hexen vor. Weihbischof Friedrich Ferner spielte jedoch eine bedeutendere Rolle bei der Initiierung der Hexenprozesse. Über 800 Verhörprotokolle wurden erhalten, die ein beispielhaftes Zeugnis dieser schrecklichen Zeit sind. Es gab verschiedene Gründe für die Hexenverfolgungen, darunter Angst vor dem Bösen, Aberglaube, Missgunst und Neid. Das heutige Bild von Hexen basiert jedoch auf Märchen und esoterischem Gedankengut, während viele Klischees und Fehlinformationen über die Hexenverfolgung weiterhin bestehen. Die Hexenverfolgungen fanden hauptsächlich im 15. bis 18. Jahrhundert in katholischen und protestantischen Gebieten Europas statt, wobei schätzungsweise 60.000 Menschen als Hexen verfolgt wurden. Die Vorstellung, dass die katholische Kirche für den Hexenwahn verantwortlich sei, ist falsch, da die Hexenverfolgungen von staatlichen Gerichten durchgeführt wurden. Im Mittelalter wandte sich die Kirche sogar gegen den Verfolgungswahn, der von Teilen der Bevölkerung verübt wurde. Thomas von Aquin und andere Kirchengelehrte spielten eine Rolle bei der Verbreitung der Vorstellung von Hexerei und der Existenz von Hexen. Die Erfindung des Buchdrucks trug zur Verbreitung von Hetzschriften wie dem "Hexenhammer" bei, der die Hexenverfolgungen weiter vorantrieb.


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