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Katholisch.de | Aufgekreuzt

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Aufgekreuzt: Das Heilige Land #26

Veröffentlichung:6.9.2021

Der Nahostkonflikt ist immer wieder in den Schlagzeilen. Doch warum stehen sich Menschen dort so unversöhnlich gegenüber – und was hat das mit Religion zu tun? Themen im katholisch.de-Podcast "Aufgekreuzt".

Der Staat Israel ist das einzige Land der Welt mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung, gegründet wurde er 1948. Zuvor stand das Gebiet nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg seit 1917 als Mandatsgebiet unter der Kontrolle Großbritanniens. Der britische Außenminister Arthur Balfour gab die nach ihm benannte Balfour-Deklaration ab, wonach die britische Regierung die – Zitat - "Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina" mit Wohlwollen betrachte und die größten Anstrengungen unternehmen werde, um – Zitat - "das Erreichen dieses Ziels zu erleichtern." Damit wurde ein Ziel des sogenannten Zionismus bekräftigt. Diese Bewegung verfolgte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Plan, wegen der Verfolgung der Juden einen eigenen jüdischen Staat aufzubauen.


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Für den Religionsunterricht eignet sich der Podcast besonders, um Lernenden einen differenzierten Zugang zu einem hochkomplexen und emotional besetzten Thema zu eröffnen. Didaktisch sollte deutlich werden, dass der Nahostkonflikt nicht vorschnell als rein religiöser Konflikt verstanden werden darf, sondern politische, historische, nationale und religiöse Dimensionen ineinandergreifen. Methodisch empfiehlt sich eine strukturierte Erarbeitung in Abschnitten: Zunächst können Lernende die historischen Stationen des Konflikts in einer Zeitleiste sichern, anschließend die Bedeutung des Landes für Judentum, Christentum und Islam vergleichen und schließlich die Frage diskutieren, wie Religion Frieden fördern, aber auch Konflikte verschärfen kann. Wichtig ist eine sensible Gesprächsführung, die Antisemitismus, antimuslimische Vorurteile und pauschale Schuldzuweisungen vermeidet. Der Podcast kann zudem mit Kartenarbeit, Quellenarbeit zu heiligen Stätten oder einer digitalen Pinnwand zu religiösen Symbolen und Orten verbunden werden. Besonders geeignet ist eine Perspektivarbeit, bei der Lernende unterschiedliche Sichtweisen wahrnehmen, ohne sie zu vereinnahmen. So fördert das Medium historisch-politisches Orientierungswissen, interreligiöse Kompetenz, Empathie und religiöse Urteilskompetenz.

Hessen

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