Wie wird ein Bischof gewählt? Darum geht es in dieser Folge von "Katholisch für Anfänger". Das Verfahren hat sich im Laufe der Geschichte mehrfach geändert. Wo früher die Entscheidung der Gläubigen ausgereicht hat, reden heute meist drei Institutionen mit: das Bistum, der Staat und natürlich der Vatikan. Wer, wie viel zu sagen ist, alles vertraglich geregelt.
Das Video erklärt anschaulich und zugleich unterhaltsam, wie man Bischof wird und wie sich dieses Verfahren im Laufe der Kirchengeschichte verändert hat. Zu Beginn wird beschrieben, dass in der frühen Kirche die Wahl eines Bischofs oft direkt durch die Gemeinde erfolgte, wie etwa bei Augustinus von Hippo, Ambrosius von Mailand oder Martin von Tours, dessen legendäre Geschichte humorvoll aufgegriffen wird. Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass die Bischofswahl im Mittelalter zunehmend von Machtinteressen zwischen Kirche und weltlichen Herrschern geprägt war, bis sich im 11 Jahrhundert eine klarere Regelung entwickelte. Für die Gegenwart wird schließlich ein komplexes Verfahren dargestellt, an dem die Ortskirche, das Domkapitel, der Staat und vor allem der Papst beteiligt sind. Auch Voraussetzungen für das Amt sowie die Rolle von Weihbischöfen werden erläutert, sodass ein umfassendes Bild dieses kirchlichen Amtes entsteht.