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Seit wann akzeptiert die katholische Kirche eine Feuerbestattung?

Veröffentlichung:11.4.2019

Das Medium informiert sachlich über die Feuerbestattung aus katholischer Perspektive. Es erläutert den Ablauf einer Feuerbestattung von der Einäscherung im Krematorium bis zur Beisetzung der Urne und beschreibt die historische Entwicklung der kirchlichen Haltung. Deutlich wird, dass die katholische Kirche die Feuerbestattung über viele Jahrhunderte ablehnte, diese seit den 1960er Jahren jedoch unter bestimmten Voraussetzungen zulässt. Darüber hinaus werden rechtliche Voraussetzungen, praktische Gründe für die Wahl einer Feuerbestattung sowie verschiedene Formen der Urnenbeisetzung vorgestellt. Das Medium vermittelt damit grundlegendes Wissen über Bestattungskultur, kirchliche Tradition und den Wandel gesellschaftlicher Vorstellungen im Umgang mit Tod und Trauer.

Akzeptiert wird die Verbrennung seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil; das fand 1963 statt. Warum man sich früher dagegen aussprach, war die Annahme, die Auferstehung des Fleisches bzw. des Leibes sei besser symbolisiert, wenn man den Leib vorher nicht zerstört und vernichtet, sondern ihn als Leichnam beisetzt.

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Das Medium eignet sich besonders für den Einsatz in den Themenbereichen Tod und Auferstehung, christliche Hoffnung, Sterben und Trauer sowie Bestattungsformen im Religionsunterricht der Sekundarstufe. Es kann als Informationsgrundlage genutzt werden, um Lernenden die Entwicklung kirchlicher Positionen verständlich zu machen und die Verbindung von Tradition, Glauben und gesellschaftlichem Wandel aufzuzeigen. Im Unterricht bietet sich zunächst eine gemeinsame Erarbeitung des Textes mit dem Herausarbeiten zentraler Aussagen an. Anschließend können Lernende Gründe für die zunehmende Verbreitung der Feuerbestattung sammeln und diese mit den kirchlichen Vorstellungen von Auferstehung und Menschenwürde vergleichen. Ebenso eignet sich das Medium als Ausgangspunkt für eine Diskussion über persönliche Vorstellungen von Abschied, Trauer und Bestattung sowie über den Stellenwert religiöser Rituale in einer pluralen Gesellschaft. Denkbar sind auch Gruppenarbeiten, in denen verschiedene Bestattungsformen recherchiert und hinsichtlich ihrer religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung miteinander verglichen werden. Eine Reflexion über die Frage, welche Bedeutung Rituale für Hinterbliebene besitzen und wie christliche Hoffnung im Umgang mit dem Tod sichtbar wird, vertieft die inhaltliche Auseinandersetzung und fördert die Urteilsfähigkeit der Lernenden.

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

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