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Wie kam es zu den Hexenverfolgungen in Europa?

Veröffentlichung:23.11.2017

Es ist ein dunkles Kapitel in der europäischen Geschichte. Abertausende Frauen und auch Männer fallen in der frühen Neuzeit den Hexenverfolgungen zum Opfer. Wie kam es dazu?

Das Video thematisiert eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte, die Hexenverfolgung der frühen Neuzeit. Es zeigt, wie in Zeiten von Krisen wie Kriegen, Hungersnöten und Seuchen Angst und Unsicherheit entstanden und sich in der Suche nach Schuldigen entluden. Dabei wird deutlich, dass nicht allein die Kirche verantwortlich war, sondern vor allem staatliche Strukturen und gesellschaftliche Dynamiken die Verfolgungen vorantrieben. Die Rolle von Heinrich Kramer und sein Werk Malleus Maleficarum werden als ideologische Grundlage hervorgehoben. Am Beispiel der Stadt Bamberg wird das Ausmaß der Verfolgungen konkret veranschaulicht, insbesondere durch die erhaltenen Prozessakten. Auch zentrale Figuren wie Friedrich Förner werden dargestellt, die durch Predigten zur Verschärfung der Situation beitrugen. Das Medium zeigt eindrücklich die Mechanismen von Angst, Macht und Gewalt sowie die tragischen Folgen für tausende unschuldige Menschen.

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Es eignet sich besonders, um ethische Fragestellungen zu behandeln und historische Verantwortung zu reflektieren. Lernende können sich mit der Frage auseinandersetzen, wie Angst und Vorurteile zu Ausgrenzung und Gewalt führen können. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an, bei der verschiedene Aspekte wie Ursachen, Ablauf der Prozesse und Folgen in Gruppen bearbeitet werden. Leitfragen wie nach der Rolle von Religion, nach Machtstrukturen oder nach Parallelen zu heutigen Formen von Ausgrenzung fördern kritisches Denken. Eine quellenorientierte Arbeit mit Auszügen aus Prozessakten kann das historische Lernen vertiefen. Ebenso sinnvoll ist ein Perspektivwechsel, etwa durch das Schreiben eines inneren Monologs einer angeklagten Person. Wichtig ist eine sensible Begleitung, da die Inhalte belastend sein können. Der Unterricht kann zudem Bezüge zur Gegenwart herstellen, etwa zu Verschwörungstheorien oder gesellschaftlicher Sündenbocksuche. Ziel ist es, Urteilsfähigkeit, Empathie und ein reflektiertes Verständnis von Religion und Geschichte zu fördern.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

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