Der Einstieg gelingt über ein Spiel, bei dem arabische indische und deutsche Großformen praktiziert werden. Jeder Lernende erhält einen Gruß vom zugeteilt, die er mit dem Ziel ausführt, eine andere Person zu finden, die auf diese Art grüßt. Dabei wird das Bewusstsein für unterschiedliche kulturelle Eigenheiten gestärkt. Im Unterrichtsgespräch wird untersucht, inwiefern Religion eine friedvolle Verbundenheit zu allen Menschen erzeugen kann. Beispiele für Bräuche, die dazu anleiten, werden gesammelt. Das friede sei mit euch im Gottesdienst wäre ein Beispiel, das aber durch die Entfernung der Lebenswelt von Christentum schwierig aufzufinden sein wird. Darüber wird das Stundenthema entwickelt, in dem Bräuche mit religiösem Bezug verglichen werden sollen.
Ein afrikanischer und ein indischer Tanz werden verglichen in einem Text Material beschrieben und verglichen. Bei beiden Tänzen werden die religiöse Funktion und die Aussagen der Tänzer ermittelt und verglichen. Dies geschieht je nach Lerngruppe in Partnerarbeit oder Gruppenarbeit. Als vertiefendes Beispiel dazu dient eine Videoanalyse eines afrikanischen Tanzes. Hier können dieselbe Methodik angewendet werden. Die Ergebnisse werden im Plenum diskutiert.
Im nächsten Schritt werden diese Ergebnisse aus Lebenswelt fremden Kulturen mit der christlichen Liturgie verglichen. Dies geschieht in einem Unterrichtsgespräch. Die Lerngruppe sollte über genügend Vorerfahrungen verfügen, um wenigstens teilweise Vergleiche ziehen zu können. In einem weiteren Schritt soll eine neue Form von Jugendgottesdienst konzipiert werden, der genau die beschriebenen Mittel einsetzt, um Jugendliche anzusprechen. Dazu können Licht und Musik, Tanz oder auch andere Formen der Partizipation an der Liturgie gehören.