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Sketch Bibel

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Thomas zweifelt | Joh 20,19-31 | Sketch Bibel #11

Veröffentlichung:17.4.2020

"Den Finger in die Wunde legen". Bildlicher als Johannes kann man die Zweifel und die Skepsis gegenüber der Erscheinung Jesu nach Ostern nicht beschreiben. Thomas ist für mich der Kritiker gegenüber einem nahezu magischen Wunderglauben.

Die Osterbotschaft des Evangeliums geht bei so viel Drama manchmal fast unter: Ostern beginnt, wenn Menschen aufhören gegenseitig Verfehlungen und Fehler aufzurechnen. Daher die Sendung: Geht hinaus und VERGEBT Sünden! Ein solches Vorgehen dürfte tatsächlich innerlich berühren und sich nicht an reinen Äußerlichkeiten klammern.

Das Video erschließt das Sonntagsevangelium von der Begegnung des auferstandenen Jesus mit Thomas und verbindet es mit dem Sprichwort „den Finger in die Wunde legen“. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Zweifel des Thomas, sondern vor allem die Haltung Jesu: Er macht Thomas keinen Vorwurf, sondern öffnet sich ihm, schenkt Vertrauen und ermöglicht dadurch Glauben. Die Osterbotschaft wird als befreiendes inneres Geschehen gedeutet: Jesus spricht den verängstigten Jüngern Frieden zu, befreit sie aus Angst und Verschlossenheit und sendet sie zur Vergebung in die Welt.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders zur Auseinandersetzung mit Zweifel, Vertrauen, Osterglauben und Versöhnung. Lernenden kann zunächst das Sprichwort „den Finger in die Wunde legen“ als lebensweltlicher Einstieg angeboten werden, um Erfahrungen von Verletzung, Nachfragen, Nachbohren und Heilung zu reflektieren. Anschließend kann der biblische Text erschlossen werden, indem Lernenden die Perspektiven von Thomas, Jesus und den Jüngern herausarbeiten. Methodisch bieten sich Standbilder, Schreibgespräche, Rollenkarten oder eine innere Monologarbeit an. Besonders fruchtbar ist die Frage, warum Jesus den Zweifel nicht verurteilt, sondern Beziehung und Vertrauen ermöglicht. Im weiteren Verlauf kann die Osterbotschaft als Zuspruch gedeutet werden: „Friede sei mit euch“ steht dann nicht als Forderung, sondern als Befreiung im Zentrum. Lernenden können daraus eigene Friedenssätze, Vergebungsimpulse oder kurze Hoffnungsbotschaften formulieren. So wird deutlich, dass christlicher Glaube nicht zuerst im Beweisen besteht, sondern im Vertrauen, im Sich Öffnen und in einer Praxis der Vergebung.

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