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Filosofix: Das Gedankenexperiment «Schleier des Nichtwissens»

Veröffentlichung:4.1.2016

Dieses Video eignet sich zum Einstieg in das Thema Gerechtigkeit und göttliche Gerechtigkeit.

Wer die Prinzipien für eine gerechte Gesellschaft festlegt, sollte unbefangen entscheiden. Aus diesem Grund bedarf es eines Schleiers des Nichtwissens. Er verdeckt die Folgen, die die Entscheidung auf einen selbst haben wird. Wer den Schleier umgebunden hat, wird Grundregeln des Zusammenlebens definieren, die für alle Menschen fair sind. Aber was heisst das? #filosofix - Philosophie animiert. Animation: Nino Christen. Sprecher: Kurt Grünenfelder. Musik: Martin Bezzola

Das Video führt in grundlegende Fragen sozialer Gerechtigkeit ein und greift dabei zentrale Ideen des Philosophen John Rawls auf. Ausgangspunkt sind konkrete Beispiele gesellschaftlicher Ungleichheit wie Vermögensverteilung, Bildungschancen und Einkommensunterschiede. Anschließend werden Lernende in ein Gedankenexperiment hineingeführt, in dem sie eine gerechte Gesellschaft entwerfen sollen, ohne ihre eigene zukünftige Position zu kennen. Dieser sogenannte Schleier des Nichtwissens zwingt dazu, faire und unparteiische Regeln zu entwickeln. Daraus ergibt sich das Differenzprinzip, nach dem Ungleichheiten nur dann gerecht sind, wenn sie auch den am schlechtesten Gestellten zugutekommen. Das Medium regt damit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff der Gerechtigkeit an.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium einen sehr guten Zugang zu ethischen und sozialphilosophischen Fragestellungen. Als Einstieg können die genannten Ungleichheiten aufgegriffen werden, um die Lebenswelt der Lernenden einzubeziehen und erste spontane Bewertungen zu sammeln. Anschließend eignet sich das Gedankenexperiment als handlungsorientierte Methode, indem Lernende in Gruppen selbst eine gerechte Gesellschaft entwerfen. Dabei kann der Schleier des Nichtwissens bewusst inszeniert werden, etwa durch Rollenkarten, die erst nach der Entscheidungsphase aufgedeckt werden. Dies fördert Perspektivübernahme und Empathie. In der Auswertungsphase können die entwickelten Modelle mit der Theorie von John Rawls verglichen werden. Eine Vertiefung ist möglich durch den Einbezug religiöser Gerechtigkeitsvorstellungen, etwa im Christentum mit Blick auf Nächstenliebe und Solidarität oder im Islam mit dem Prinzip sozialer Verantwortung. Methodisch bieten sich Diskussionen, Positionslinien oder Debattenformate an, um unterschiedliche Auffassungen von Gerechtigkeit sichtbar zu machen. Ziel ist es, die Urteilsfähigkeit der Lernenden zu stärken und sie zur reflektierten Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen zu befähigen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

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