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Sketch Bibel

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Lazarus | Joh 11, 1-45 | Sketch Bibel #6

Veröffentlichung:27.3.2020

Die Videoreihe Sketch Bibel diskutiert komplexe theologische Themen mit Hilfe von Zeichnungen. Die Videos eignen sich mit ca. 2-5 Minuten als Einstieg. Dabei kann das Video auch geteilt werden. Die erste Minute entwickelt die Fragestellung der Stunde. Danach kann das Video in Verbindung mit Quellentexten oder Bibelarbeit zu innerhalb des Videos gegebenen Fragestellungen in Gruppenarbeit ausgewertet werden.

Das Video erschließt die Erzählung von der Auferweckung des Lazarus aus dem Johannesevangelium Kapitel 11. Im Zentrum steht die Begegnung Jesu mit Lazarus, der bereits seit vier Tagen tot ist und von Jesus ins Leben zurückgerufen wird. Die Darstellung greift die bekannte Bildsprache dieser Szene auf und verbindet sie mit der Deutung, dass Menschen nicht nur biologisch sterben können, sondern auch sozial oder innerlich für tot erklärt werden. Jesus durchbricht diese Zuschreibung, indem er Lazarus anspricht, ihn herausruft und ihm seine Würde zurückgibt. Die Erzählung entfaltet darüber hinaus eine tiefere theologische Dimension, indem sie als Vorausdeutung auf die Auferstehung Jesu verstanden wird und die Botschaft vermittelt, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod. Zugleich wird die Spannung zwischen Leben und Tod, Licht und Dunkel sowie Verzweiflung und Hoffnung hervorgehoben.

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Das Medium eignet sich besonders für Lernende der Sekundarstufe, da es sowohl narrative Anschaulichkeit als auch existenzielle Fragestellungen miteinander verbindet. Ein möglicher Einstieg kann über die Redewendung Totgesagte leben länger erfolgen, die als Impuls dient, um über Erfahrungen von Ausgrenzung und Zuschreibung ins Gespräch zu kommen. Lernende können Beispiele sammeln, in denen Menschen vorschnell beurteilt oder abgeschrieben werden. Dadurch wird ein lebensweltlicher Zugang geschaffen.

Im weiteren Verlauf kann die biblische Erzählung erschlossen werden, indem zentrale Szenen analysiert und in ihrer Symbolik gedeutet werden. Besonders geeignet ist eine arbeitsteilige Gruppenphase, in der unterschiedliche Aspekte wie die Rolle Jesu, die Reaktion der Umstehenden oder die Bedeutung des Rufes an Lazarus untersucht werden. Kreative Methoden wie szenisches Spiel oder Standbilder ermöglichen es den Lernenden, die emotionale und existenzielle Dimension der Geschichte nachzuvollziehen.

Ein vertiefender Zugang kann über philosophische Impulse erfolgen, etwa durch die Auseinandersetzung mit Gedanken von Søren Kierkegaard zur Verzweiflung und Identität. Lernende reflektieren dabei, was es bedeutet, sich selbst zu finden oder sich fremd zu sein. Die Verbindung zur biblischen Erzählung liegt darin, dass das Angesprochenwerden durch Jesus als ein Moment der Selbstwerdung verstanden werden kann. Methodisch bietet sich hier ein reflektierendes Schreiben an, in dem Lernende eigene Erfahrungen von Unsicherheit, Neuanfang oder Anerkennung formulieren.

Abschließend kann die Frage diskutiert werden, inwiefern die Auferweckung des Lazarus nicht nur als Wundererzählung, sondern als Ermutigung zum Leben im Hier und Jetzt verstanden werden kann. Ziel ist es, dass Lernende erkennen, wie religiöse Texte Deutungsangebote für existenzielle Fragen bieten und zu einem verantwortlichen und solidarischen Handeln anregen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.1 Die Reich-Gottes-Botschaft.

Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

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