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Matthias CameranWiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Matthias Cameran,

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Thematic Analysis

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel erläutert die Thematic Analysis als qualitative Forschungsmethode zur Identifikation und Analyse von Mustern in Datensätzen. Die Methode zeichnet sich durch ihre Flexibilität aus, da sie nicht an eine bestimmte theoretische oder epistemologische Position gebunden ist. Cameran stellt dar, wie Braun und Clarke die lange Zeit unsystematisch angewendete Methode zu einer praxisgerechten Analysemethode entwickelt haben. Der Artikel beleuchtet auch die Abgrenzung zu verwandten Verfahren wie Grounded Theory und Content Analysis.

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Der Artikel von Matthias Cameran behandelt die Thematic Analysis als Methode der qualitativen Datenanalyse im Kontext der deutschsprachigen religionspädagogischen Forschung. Cameran zeigt auf, dass die Thematic Analysis lange Zeit als lose Sammlung von Anwendungsfällen existierte, bis Braun und Clarke 2006 sie als systematische Methode etablierten. Die Thematic Analysis wird als Verfahren zur Identifikation, Analyse und Dokumentation von Mustern (Themes) in Datensätzen definiert. Ein Kernvorteil der Methode liegt in ihrer Flexibilität und Unabhängigkeit von spezifischen theoretischen oder epistemologischen Positionen. Cameran betont, dass Forschende vor der Anwendung grundlegende methodologische Fragen klären müssen und ihre theoretischen Vorannahmen explizieren sollten. Der Artikel diskutiert die wissenschaftliche Debatte, ob die Thematic Analysis den Status einer eigenständigen Methode verdient oder nur ein Werkzeug innerhalb anderer Methoden darstellt. Braun und Clarke argumentieren, dass die Thematic Analysis als fundamentale Methode der qualitativen Analyse anzusehen ist, da das Identifizieren von Themen ein grundlegender Prozess vieler qualitativer Verfahren darstellt. Cameran erörtert die Unterscheidung zu verwandten Methoden: Im Gegensatz zur Grounded Theory zielt die Thematic Analysis nicht zwingend auf Theoriebildung ab, und im Gegensatz zur Content Analysis verzichtet sie überwiegend auf Quantifizierung. Der Artikel verdeutlicht die Notwendigkeit einer bewussten Passung zwischen Forschungsinteresse, Methode und methodologischen Vorentscheidungen für eine adäquate Anwendung.

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